In der letzten Woche wurde ich von der Geschäftsführung eines sehr traditionsreichen mittelständischen Unternehmens kontaktiert, das in einer schwierigen Situation steckt. Einmal mehr musste ich zur Kenntnis nehmen, wie überholt und teilweise gar unverantwortlich Berufskollegen mit dieser Konstellation umgehen.
Ausgangslage
Ein fast 200jähriges Unternehmen aus der Metallindustrie hat sich zu lange auf die bestehenden Produktlinien verlassen. Es entstand ein Selbstverständnis, dass nach einem konjunkturellen Einbruch der Wideraufschwung schon wieder einsetzten – die Auftragsbücher dannzumal wieder voll sein werden. Man hat verkannt, dass es sich diesmal um eine strukturelle Krise handelte. Die traditionellen Produkte wurden mehr und mehr von Systemlösungen abgelöst. Diese Tendenz führte dazu, dass man immer weiter vom Endabnehmer abrückte. Man wurde Zulieferer von Zulieferern, welche die attraktiven Systemlösungen an den Endkunden lieferten. Die Konditionen wurden immer schlechter – reichten nicht mehr auf, um sich in der Gewinnzone zu bewegen.
Zudem hat man die Auswirkungen der Globalisierung zu spät in Rechnung gezogen. In den Wertschöpfungsketten befinden sich Prozesse, welche man in einem Hochlohnland nicht mehr abwickeln konnte. Das Zusammenspiel dieser Unzulänglichkeiten führte dazu, dass man in den letzten Jahren bei einem Umsatz in der Grössenordnung von € 30 Mio. einen Verlust von nahezu € 3 Mio. hinzunehmen hatte.
Der Beratereinsatz
Dabei hatte man recht zeitig erkannt, dass man sich auf externes Know-how abzustützen hatte. Insbesondere bei der Prozessgestaltung verfügte man nicht mehr über eigene Kompetenzen, um unter Berücksichtigung der naturgemäss vorhandenen Betriebsblindheit den Anpassungsbedarf richtig erkennen zu können. Zudem fehlte auch das Know-how im Bereich der Informatik. Diese Konstellation veranlasste die Geschäftsleitung in den letzten drei Jahren, sich vermehrt an Berater zu wenden. Diese befassten sich nun mit der Aufgabe, die Prozesse systematisch zu analysieren und gestützt darauf ein zukunftsorientiertes Konzept zu entwickeln. Anstatt nun aber die Mitarbeiter in die Projektarbeiten bestmöglich einzubeziehen wurden grössere Beraterteams eingesetzt. Diese entwickelten mehr oder weniger eigenständig Lösungen und versuchten diese zu implementieren.
Das Ergebnis
Die an sich gar nicht so unvernünftig definierten Geschäftsprozesse und Informatiklösungen stellten im Rahmen der bestehenden Unternehmenskultur eigentliche Fremdkörper dar. Die MitarbeiterInnen konnten nicht damit umgehen. Die Akzeptanz war nicht da – im Gegenteil – sie wurden geradezu abgelehnt und boykottiert. Man war nicht in der Lage, deren Notwendigkeit zu erkennen. Die erhofften Effekte bezüglich Effizienz- und Qualitätssteigerung traten nicht ein. Dazu kamen währen drei Jahren Beratungskosten in der Grössenordnung von € 3 bis 500'000.-. Eine absolut unverhältnismässige Grösse.
Die Berater haben einen Ansatz gewählt, welcher primär ihren Interessen und nicht denjenigen des Kunden diente. Hätte man Projektteams unter Einschluss der Mitarbeiter gebildet und sich vor allem auf ein professionelles Projektmanagement konzentriert – man hätte die Aufgabenstellung mit einem Beratungshonorar in der Grössenordnung von 80 bis 120’00 € pro Jahr abwickeln können. Zudem wären die Ergebnisse bedeutend besser ausgefallen.
Verantwortungsvolle Berater richten sich heute methodisch neu aus. Man ist in erster Linie für ein professionelles Projektmanagement verantwortlich und steuert dasjenige Know-how bei, das erwiesenermassen im Unternehmen fehlt. Dies zudem möglichst selektiv. Den Rest – und damit nicht zuletzt den Projekterfolg – den überlässt man den MitarbeiternInnen des Auftraggebers. Ein ganz entscheidender Aspekt für den Erfolg von Projekten, bei welchen die Informatik eine erhebliche Rolle spielt. Denn es ist eine alte Erkenntnis: Wenn die Mitarbeiter beweisen wollen, dass eine Informatiklösung nichts taugt, so wird ihnen dies auch gelingen.
Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie Berater die Konstellation von Unternehmen, welche sich in einer Defensivposition befinden, teils schamlos ausnützen. Ein Verhalten, welches dem Image der Berater äusserst abträglich ist. Dass nach derartigen Erfahrungen erhebliche Berührungsängste vor der Beraterzunft vorhanden sind, muss demzufolge nicht erstaunen.
Donnerstag, Juni 07, 2007
Samstag, April 28, 2007
Mit unkonventionellem Führungs- und Entscheidungsmodell zum Erfolg und ergänzende Überlegungen
Das Wissen aus den Köpfen profilierter Persönlichkeiten nehmen und besser entscheiden. Dies scheint das Erfolgsmodell einer bedeutenden Unternehmensgruppe zu sein. Dabei gibt dieses Modell Anlass für weiterreichende Überlegungen
Die Ausgangslage
Nach meiner 12-teiligen Artikelserie „Multimedia für Manager“ in der FAZ per im Jahre 1996 mit nachfolgendem Fachbuch* „Unternehmen im multimedialen Umfeld“ hat sich ein bekannter Unternehmer, welchen ich bisher erst dem Namen nach gekannt habe, bei mir gemeldet. Er fand meine Publikationen hoch interessant und unterbreitete mir gestützt darauf den Vorschlag, für Ihn doch gestützt auf meinem umfassenden Wissen in diesem Bereich bei wichtigen Entscheidungen behilflich zu sein. Ich solle mich in denjenigen Bereichen, welche für seine Gruppe von besonderer Bedeutung seien, möglichst fit halten und ein laufendes Up-dating vornehmen. Dafür würde er mir eine Grundsatzentschädigung pro Monat zukommen lassen und für die Aufbereitung der Entscheidunterlagen wurde ein Stundensatz vereinbart. Weitere Persönlichkeiten würden für ihn eine ähnliche Funktion wahrnehmen. Er würde dann die einzelnen Stellungnahmen nutzen, um die Qualität der Entscheide zu optimieren.
Er lege grössten Wert darauf, dass ich meine Beurteilung absolut unbeeinflusst und offen – ohne Rücksichtnahme auf Personen – vornehmen würde. Bei ihm sei das Oberleitungsorgan so besetzt, dass es wertvolle Dienste für die Beziehungspflege leiste. Die wesentlichen Entscheidungen würde er aber zusammen mit diesem Expertenwissen fällen und diese dem Oberleitungsorgan verbunden mit einem aus-führlichen Argumentarium kommunizieren.
Offenbar scheint sich die Methode zu bewähren, da die Unternehmensgruppe im Branchenvergleich deutlich mehr Wachstum und Gewinn generiert.
Für mich hat die Zusammenarbeit zur Folge, dass ich verschiedene Kapitel meines Fachbuches immer auf dem neusten Stand halte. Diese Arbeitsweise hat sich bei mir zwischenzeitlich auch gut eingespielt. Bin ich allerdings durch andere Aufgabenstellungen zeitlich und psychisch stark absorbiert, so habe ich gelegentlich Probleme, mich entsprechend in die Materie einzuarbeiten. Ich wäre dann froh, über ein intelligentes, semantisches Suchsystem für mein Fachbuch zu verfügen.
Weiterreichende Überlegungen
Diese Konstellation war für mich Anlass um einige ganz grundsätzliche Überlegungen anzustellen. Mit meinem Fachbuch habe ich mein Wissen aus meinem Kopf gegeben. Ich wiederum werde gespiesen von meinem ganz persönlichen Erfahrungshintergrund. Der setzt sich aus meiner praktischen Berufstätigkeit und der von mir konsumierten Literatur zusammen. Bei dieser Gelegenheit stelle ich fest, dass es für mich in qualitativer Hinsicht wichtig und hilfreich wäre, wenn ich einen jederzeitigen Zugriff zu derjenigen Literatur habe, welche mein besonderes Interesse gefunden und meine heutigen Einstellungen wesentlich prägt.
Würde mir ein intelligentes, semantisches Suchsystem zur Verfügung stehen, welches Zugriff zur gesamten von mir verarbeiteten Literatur hat, so wäre dies eine grosse Hilfe. Wohl nicht nur für mich, sondern zum Beispiel auch für diesen erfolgreichen Unternehmer. Falls auch die übrigen Entscheidberater – wie ich - ihr aktuelles Wissen zu ausgewählten Themenbereichen elektronisch verfügbar haben, so könnte dieser Unternehmer sich dann selbst ein Bild darüber machen, wie die einzelnen Beteiligten einen Themenbereich sehen. Er könnte den Entscheidprozess wie das menschliche Gehirn für sich Schritt für Schritt vollziehen. Er bekäme so eine sehr wertvolle Entscheidungshilfe.
Dieser Anwendungsbereich lässt sich beliebig weiter ausdehnen. Voraussetzung dazu sind intelligente, semantische Suchfunktionen, welche den menschlichen Denk- und Entscheidungsprozess abbilden oder simulieren (künstliche Intelligenz). Damit bekommen wir auch ein Hilfsmittel, um die Informationsflut zu bändigen ohne auf das Wesentliche verzichten zu müssen.
Das Problem der elektronischen Archivierung ist heute weitgehend gelöst. Der nächste Quantensprung wartet nun noch bei der intelligenten Verwaltung und Selektion (Suche) mittels künstlicher Intelligenz.
Vor dem Hintergrund dieser praktischen Bedürfnisse habe ich mich in letzter Zeit nach geeigneten Tools im Bereich der sogenannten Business Intelligence umgesehen. In vielen Fällen steht hinter den grossen Versprechungen wenig Substanz. In Einzelfällen bin ich hingegen auf äusserst interessante Entwicklungen gestossen, welche wegweisend sein können. Anlass für mich, sich diesem Thema in nächster Zeit intensiv zu widmen.
*Das Fachbuch „Unternehmen im multimedialen Umfeld“, FAZ-Buchverlag 1997 (vergriffen), kann solan-ge Vorrat bei WDP Projektmanagement für Euro 10.- plus Porto bezogen werden.
Die Ausgangslage
Nach meiner 12-teiligen Artikelserie „Multimedia für Manager“ in der FAZ per im Jahre 1996 mit nachfolgendem Fachbuch* „Unternehmen im multimedialen Umfeld“ hat sich ein bekannter Unternehmer, welchen ich bisher erst dem Namen nach gekannt habe, bei mir gemeldet. Er fand meine Publikationen hoch interessant und unterbreitete mir gestützt darauf den Vorschlag, für Ihn doch gestützt auf meinem umfassenden Wissen in diesem Bereich bei wichtigen Entscheidungen behilflich zu sein. Ich solle mich in denjenigen Bereichen, welche für seine Gruppe von besonderer Bedeutung seien, möglichst fit halten und ein laufendes Up-dating vornehmen. Dafür würde er mir eine Grundsatzentschädigung pro Monat zukommen lassen und für die Aufbereitung der Entscheidunterlagen wurde ein Stundensatz vereinbart. Weitere Persönlichkeiten würden für ihn eine ähnliche Funktion wahrnehmen. Er würde dann die einzelnen Stellungnahmen nutzen, um die Qualität der Entscheide zu optimieren.
Er lege grössten Wert darauf, dass ich meine Beurteilung absolut unbeeinflusst und offen – ohne Rücksichtnahme auf Personen – vornehmen würde. Bei ihm sei das Oberleitungsorgan so besetzt, dass es wertvolle Dienste für die Beziehungspflege leiste. Die wesentlichen Entscheidungen würde er aber zusammen mit diesem Expertenwissen fällen und diese dem Oberleitungsorgan verbunden mit einem aus-führlichen Argumentarium kommunizieren.
Offenbar scheint sich die Methode zu bewähren, da die Unternehmensgruppe im Branchenvergleich deutlich mehr Wachstum und Gewinn generiert.
Für mich hat die Zusammenarbeit zur Folge, dass ich verschiedene Kapitel meines Fachbuches immer auf dem neusten Stand halte. Diese Arbeitsweise hat sich bei mir zwischenzeitlich auch gut eingespielt. Bin ich allerdings durch andere Aufgabenstellungen zeitlich und psychisch stark absorbiert, so habe ich gelegentlich Probleme, mich entsprechend in die Materie einzuarbeiten. Ich wäre dann froh, über ein intelligentes, semantisches Suchsystem für mein Fachbuch zu verfügen.
Weiterreichende Überlegungen
Diese Konstellation war für mich Anlass um einige ganz grundsätzliche Überlegungen anzustellen. Mit meinem Fachbuch habe ich mein Wissen aus meinem Kopf gegeben. Ich wiederum werde gespiesen von meinem ganz persönlichen Erfahrungshintergrund. Der setzt sich aus meiner praktischen Berufstätigkeit und der von mir konsumierten Literatur zusammen. Bei dieser Gelegenheit stelle ich fest, dass es für mich in qualitativer Hinsicht wichtig und hilfreich wäre, wenn ich einen jederzeitigen Zugriff zu derjenigen Literatur habe, welche mein besonderes Interesse gefunden und meine heutigen Einstellungen wesentlich prägt.
Würde mir ein intelligentes, semantisches Suchsystem zur Verfügung stehen, welches Zugriff zur gesamten von mir verarbeiteten Literatur hat, so wäre dies eine grosse Hilfe. Wohl nicht nur für mich, sondern zum Beispiel auch für diesen erfolgreichen Unternehmer. Falls auch die übrigen Entscheidberater – wie ich - ihr aktuelles Wissen zu ausgewählten Themenbereichen elektronisch verfügbar haben, so könnte dieser Unternehmer sich dann selbst ein Bild darüber machen, wie die einzelnen Beteiligten einen Themenbereich sehen. Er könnte den Entscheidprozess wie das menschliche Gehirn für sich Schritt für Schritt vollziehen. Er bekäme so eine sehr wertvolle Entscheidungshilfe.
Dieser Anwendungsbereich lässt sich beliebig weiter ausdehnen. Voraussetzung dazu sind intelligente, semantische Suchfunktionen, welche den menschlichen Denk- und Entscheidungsprozess abbilden oder simulieren (künstliche Intelligenz). Damit bekommen wir auch ein Hilfsmittel, um die Informationsflut zu bändigen ohne auf das Wesentliche verzichten zu müssen.
Das Problem der elektronischen Archivierung ist heute weitgehend gelöst. Der nächste Quantensprung wartet nun noch bei der intelligenten Verwaltung und Selektion (Suche) mittels künstlicher Intelligenz.
Vor dem Hintergrund dieser praktischen Bedürfnisse habe ich mich in letzter Zeit nach geeigneten Tools im Bereich der sogenannten Business Intelligence umgesehen. In vielen Fällen steht hinter den grossen Versprechungen wenig Substanz. In Einzelfällen bin ich hingegen auf äusserst interessante Entwicklungen gestossen, welche wegweisend sein können. Anlass für mich, sich diesem Thema in nächster Zeit intensiv zu widmen.
*Das Fachbuch „Unternehmen im multimedialen Umfeld“, FAZ-Buchverlag 1997 (vergriffen), kann solan-ge Vorrat bei WDP Projektmanagement für Euro 10.- plus Porto bezogen werden.
Dienstag, April 24, 2007
Erfolgsfaktoren - oder was die Erfolgreichen anders machen
In enger Zusammenarbeit mit einem bedeutenden Bankinstitut haben wir je zwanzig sehr erfolgreiche Unternehmen solchen gegenübergestellt, welche seit Jahren hart um ihre Existenz zu kämpfen (in der Folge als die „Kämpfenden“ bezeichnet) haben. Es sollten Erfolgsfaktoren herausgearbeitet werden, welche dazu dienen, die Bonität von Unternehmen besser bewerten zu können. Die Ergebnisse fielen teilweise überraschend aus
Mit Basel II sind die Anforderungen für das Rating von Unternehmen gestiegen. Was lag für ein Bankinstitut, das seit Jahrzehnten die finanziellen Ergebnisse von Tausenden von Kunden im Rahmen einer Bilanz- und Erfolgsanalyse systematisch auswertet näher als die Erfolgreichsten systematisch mit den Kämpfenden zu vergleichen. Für uns als Unternehmensberater andererseits war es reizvoll, mit einer vertieften Analyse dieser Unternehmen wertvolle Anhaltspunkte darüber zu gewinnen, was offensichtlich den unternehmerischen Erfolg ausmacht.
Für uns hat sich der im Zusammenhang mit dem Projekt geleistete Aufwand gelohnt. Es gelang uns, klare Unterscheidungsmerkmale herauszuarbeiten und daraus Erfolgsfaktoren abzuleiten. Wir sind seither in der Lage, mit einem bescheidenen Aufwand unseren Kunden wichtige Handlungsempfehlungen zu erteilen. Bei vielen unserer Kunden hat sich die Ergebnissituation denn auch signifikant verbessert.
Für das Bankinstitut hingegen ging die Rechnung nur teilweise auf. Wir mussten feststellen, dass es schwierig wenn nicht gar unmöglich ist, einige Erfolgsfaktoren als Aussenstehender messen zu können. Damit wurde eines der Ziele, nämlich als Bankinstitutes anhand von Kennzahlen mehr oder weniger automatisiert die Bonität eines Kunden und dessen Zukunftsperspektiven verlässlich zu messen nicht voll erreicht.
Nun aber zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren, welche stichwortartig kommentiert werden sollen:*
Die Berechenbarkeit der Führungskräfte
Für uns etwas überraschend weisen die erfolgreichen Unternehmen bezüglich dieses Kriteriums praktisch ausnahmslos hohe Werte aus. Kaum ein Unternehmen verfügt über Führungskräfte, die von den Mitarbeitern als schwer berechenbar in ihrem Verhalten bezeichnet werden. Wie auch immer deren Persönlichkeitsstruktur aussieht – man geht davon aus, dass sie in ihren Beurteilungen und ihrem Entscheidverhalten berechenbar sind. Das bringt Ruhe ins Unternehmen. Es werden keine unnötigen Kräfte verpufft – man kann sich auf sein Aufgabenspektrum konzentrieren. Diese Ruhe ist wohltuend und beflügelt zu überdurchschnittlichen Leistungen.
Geschäftsleitung als Team
Über diesen Aspekt habe ich in einem vorhergehenden Blog bereits berichtet. Wir haben festgestellt, dass die Erfolgreichen Geschäftsleitungsmitglieder aufweisen, welche sich von ihren Persönlichkeitsmerkmalen her gut ergänzen. Dabei ist es nicht etwa die Homogenität der Persönlichkeiten, welche den Erfolg begünstigt. Vielmehr sind es die ergänzenden Momente, welche die Differenz ausmachen.
Idealerweise weisen also die Geschäftsleitungsmitglieder unterschiedliche Persönlichkeitsmerkmale auf, welche sich dann aber ideal ergänzen. Stärken und Schwächen gleichen sich aus. Die Geschäftsleitungssitzungen werden als herausfordernd und spannend bezeichnet. Dazu gehört selbstredend die Grösse der Beteiligten, das Anderssein zu akzeptieren.
Gleichgewicht
Von besonderer Bedeutung scheint das Gleichgewicht zwischen strategischen und operativen Funktionen zu sein. Besonders interessant in diesem Zusammenhang war die Feststellung, dass sich ein beachtlicher Teil der erfolglosen Unternehmen intensiv mit strategischen Fragen auseinandersetzt. Sie kommen dann aber vor lauter strategischen Überlegungen nicht mehr dazu, operativ kräftig zu handeln.
Der andere Teil der kämpfenden Unternehmen hingegen vernachlässigt strategische Aspekte sträflich. Bei praktisch allen kämpfenden Unternehmen sind bezüglich des Gleichgewichts zwischen strategischen und operativen Aspekten empfindliche Ungleichgewichte festzustellen. Die erfolgreichen Unternehmen hingegen befinden sich diesbezüglich praktisch alle in einem guten Gleichgewicht.
Eigensinn
Das Wort hat zu unrecht einen negativen Beigeschmack. Denn die besonders erfolgreichen Unternehmen sind praktisch alle als eigensinnig zu bezeichnen. Sie sind zwar durchaus offen für sich abzeichnende, generelle Entwicklungstendenzen – interpretieren diese jedoch gemäss ihrem eigenen Sinn. Eine wichtige Grundlage für ein unverwechselbares Profil. Damit ist ein markanter Marktauftritt verbunden.
Wobei – der Grat hin zum Starrsinn ist ein schmaler. Eine Gefahr, welche latent immer vorhanden ist. Und daran ist bekanntlich schon manch verdienstvoller Pionier in seinen späten Jahren gescheitert.
Chancenverwerter-Kultur
Besonders auffällig sind die Unterschiede zwischen den beiden Unternehmenskategorien bezüglich der Fähigkeit zur Verwertung sich ergebender Chancen. Die Anzahl der sich ergebenden interessanten Geschäftsmöglichkeiten sind so unterschiedlich offenbar nicht. Der grosse Unterschied besteht vielmehr darin, welche Fähigkeit man hat, diese gezielt, selbstsicher und mutig auszunutzen.
Hier liegt ein empfindliches Manko der Kämpfenden. Sie sind so mit sich selbst, ihrem Überlebenskampf derart beschäftigt, dass die Energien fehlen, um zur kräftigen, von einem gesunden Optimismus getragenen Offensive auszuholen.
Timing-Kultur
Wie in einem vorhergehenden Bolg bereits ausgeführt, fehlt es hier vielen der kämpfenden Unternehmen an der notwenigen Geschicklichkeit und vor allem an der Systematik. Man liegt hier fast immer falsch. Mal zu früh und dann wieder zu spät. Der damit verbundene Verschleiss an finanziellen und personellen Ressourcen ist gross. Und vor allem, die Fokussierung fehlt dann, wenn die Zeit für ein Produkt oder eine Dienstleistung reif ist.
Konzentration aufs Wesentliche
Ein eigentliches Übel praktisch aller Kämpfenden stellt der Mangel an Konzentration aufs Wesentliche dar. Dies darf nicht mit der Konzentration auf die Kernkompetenzen verwechselt werden. Vielmehr sind die kämpfenden Unternehmen schlicht nicht in der Lage, die für sie relevanten Informationen sorgsam herauszufiltern und daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Man kümmert sich um (zu) Vieles, wendet dafür viel Zeit auf, wird verunsichert und damit entscheidungsunfähig. Man zaudert, man wartet stets auf noch verlässlichere Informationen, will sehen, was der relevante Wettbewerb tut usw. Darin verborgen ist bereits der Keim des Misserfolges.
Sucht man nun nach einem geeigneten Lehrmeister, um diesen Erfolgsfaktoren gerecht zu werden, so ist dieser nicht in erster Linie bei einem Dozenten für betriebswirtschaftliche Unternehmensführung zu suchen. Die wichtigsten und verlässlichsten Erkenntnisse gewinnen wir vielmehr aus den wundersamen Vorgängen in der Natur (Bionik) und nicht zuletzt aus den Mechanismen unseres eigenen Körpers. Besonders interessant und aufschlussreich sind in diesem Zusammenhang zudem die Erfolgskriterien bei der schönsten Nebensächlichkeit der Welt – dem Fussballsport.
* Über diese Themenbereiche referiere ich ausführlich anlässlich des WDP Forum 2007 vom Donnerstag, 6. September im Stade de Suisse in Bern. Siehe dazu auch www.wdpmc.ch unter AKTUELL/Vorträge.
Mit Basel II sind die Anforderungen für das Rating von Unternehmen gestiegen. Was lag für ein Bankinstitut, das seit Jahrzehnten die finanziellen Ergebnisse von Tausenden von Kunden im Rahmen einer Bilanz- und Erfolgsanalyse systematisch auswertet näher als die Erfolgreichsten systematisch mit den Kämpfenden zu vergleichen. Für uns als Unternehmensberater andererseits war es reizvoll, mit einer vertieften Analyse dieser Unternehmen wertvolle Anhaltspunkte darüber zu gewinnen, was offensichtlich den unternehmerischen Erfolg ausmacht.
Für uns hat sich der im Zusammenhang mit dem Projekt geleistete Aufwand gelohnt. Es gelang uns, klare Unterscheidungsmerkmale herauszuarbeiten und daraus Erfolgsfaktoren abzuleiten. Wir sind seither in der Lage, mit einem bescheidenen Aufwand unseren Kunden wichtige Handlungsempfehlungen zu erteilen. Bei vielen unserer Kunden hat sich die Ergebnissituation denn auch signifikant verbessert.
Für das Bankinstitut hingegen ging die Rechnung nur teilweise auf. Wir mussten feststellen, dass es schwierig wenn nicht gar unmöglich ist, einige Erfolgsfaktoren als Aussenstehender messen zu können. Damit wurde eines der Ziele, nämlich als Bankinstitutes anhand von Kennzahlen mehr oder weniger automatisiert die Bonität eines Kunden und dessen Zukunftsperspektiven verlässlich zu messen nicht voll erreicht.
Nun aber zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren, welche stichwortartig kommentiert werden sollen:*
Die Berechenbarkeit der Führungskräfte
Für uns etwas überraschend weisen die erfolgreichen Unternehmen bezüglich dieses Kriteriums praktisch ausnahmslos hohe Werte aus. Kaum ein Unternehmen verfügt über Führungskräfte, die von den Mitarbeitern als schwer berechenbar in ihrem Verhalten bezeichnet werden. Wie auch immer deren Persönlichkeitsstruktur aussieht – man geht davon aus, dass sie in ihren Beurteilungen und ihrem Entscheidverhalten berechenbar sind. Das bringt Ruhe ins Unternehmen. Es werden keine unnötigen Kräfte verpufft – man kann sich auf sein Aufgabenspektrum konzentrieren. Diese Ruhe ist wohltuend und beflügelt zu überdurchschnittlichen Leistungen.
Geschäftsleitung als Team
Über diesen Aspekt habe ich in einem vorhergehenden Blog bereits berichtet. Wir haben festgestellt, dass die Erfolgreichen Geschäftsleitungsmitglieder aufweisen, welche sich von ihren Persönlichkeitsmerkmalen her gut ergänzen. Dabei ist es nicht etwa die Homogenität der Persönlichkeiten, welche den Erfolg begünstigt. Vielmehr sind es die ergänzenden Momente, welche die Differenz ausmachen.
Idealerweise weisen also die Geschäftsleitungsmitglieder unterschiedliche Persönlichkeitsmerkmale auf, welche sich dann aber ideal ergänzen. Stärken und Schwächen gleichen sich aus. Die Geschäftsleitungssitzungen werden als herausfordernd und spannend bezeichnet. Dazu gehört selbstredend die Grösse der Beteiligten, das Anderssein zu akzeptieren.
Gleichgewicht
Von besonderer Bedeutung scheint das Gleichgewicht zwischen strategischen und operativen Funktionen zu sein. Besonders interessant in diesem Zusammenhang war die Feststellung, dass sich ein beachtlicher Teil der erfolglosen Unternehmen intensiv mit strategischen Fragen auseinandersetzt. Sie kommen dann aber vor lauter strategischen Überlegungen nicht mehr dazu, operativ kräftig zu handeln.
Der andere Teil der kämpfenden Unternehmen hingegen vernachlässigt strategische Aspekte sträflich. Bei praktisch allen kämpfenden Unternehmen sind bezüglich des Gleichgewichts zwischen strategischen und operativen Aspekten empfindliche Ungleichgewichte festzustellen. Die erfolgreichen Unternehmen hingegen befinden sich diesbezüglich praktisch alle in einem guten Gleichgewicht.
Eigensinn
Das Wort hat zu unrecht einen negativen Beigeschmack. Denn die besonders erfolgreichen Unternehmen sind praktisch alle als eigensinnig zu bezeichnen. Sie sind zwar durchaus offen für sich abzeichnende, generelle Entwicklungstendenzen – interpretieren diese jedoch gemäss ihrem eigenen Sinn. Eine wichtige Grundlage für ein unverwechselbares Profil. Damit ist ein markanter Marktauftritt verbunden.
Wobei – der Grat hin zum Starrsinn ist ein schmaler. Eine Gefahr, welche latent immer vorhanden ist. Und daran ist bekanntlich schon manch verdienstvoller Pionier in seinen späten Jahren gescheitert.
Chancenverwerter-Kultur
Besonders auffällig sind die Unterschiede zwischen den beiden Unternehmenskategorien bezüglich der Fähigkeit zur Verwertung sich ergebender Chancen. Die Anzahl der sich ergebenden interessanten Geschäftsmöglichkeiten sind so unterschiedlich offenbar nicht. Der grosse Unterschied besteht vielmehr darin, welche Fähigkeit man hat, diese gezielt, selbstsicher und mutig auszunutzen.
Hier liegt ein empfindliches Manko der Kämpfenden. Sie sind so mit sich selbst, ihrem Überlebenskampf derart beschäftigt, dass die Energien fehlen, um zur kräftigen, von einem gesunden Optimismus getragenen Offensive auszuholen.
Timing-Kultur
Wie in einem vorhergehenden Bolg bereits ausgeführt, fehlt es hier vielen der kämpfenden Unternehmen an der notwenigen Geschicklichkeit und vor allem an der Systematik. Man liegt hier fast immer falsch. Mal zu früh und dann wieder zu spät. Der damit verbundene Verschleiss an finanziellen und personellen Ressourcen ist gross. Und vor allem, die Fokussierung fehlt dann, wenn die Zeit für ein Produkt oder eine Dienstleistung reif ist.
Konzentration aufs Wesentliche
Ein eigentliches Übel praktisch aller Kämpfenden stellt der Mangel an Konzentration aufs Wesentliche dar. Dies darf nicht mit der Konzentration auf die Kernkompetenzen verwechselt werden. Vielmehr sind die kämpfenden Unternehmen schlicht nicht in der Lage, die für sie relevanten Informationen sorgsam herauszufiltern und daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Man kümmert sich um (zu) Vieles, wendet dafür viel Zeit auf, wird verunsichert und damit entscheidungsunfähig. Man zaudert, man wartet stets auf noch verlässlichere Informationen, will sehen, was der relevante Wettbewerb tut usw. Darin verborgen ist bereits der Keim des Misserfolges.
Sucht man nun nach einem geeigneten Lehrmeister, um diesen Erfolgsfaktoren gerecht zu werden, so ist dieser nicht in erster Linie bei einem Dozenten für betriebswirtschaftliche Unternehmensführung zu suchen. Die wichtigsten und verlässlichsten Erkenntnisse gewinnen wir vielmehr aus den wundersamen Vorgängen in der Natur (Bionik) und nicht zuletzt aus den Mechanismen unseres eigenen Körpers. Besonders interessant und aufschlussreich sind in diesem Zusammenhang zudem die Erfolgskriterien bei der schönsten Nebensächlichkeit der Welt – dem Fussballsport.
* Über diese Themenbereiche referiere ich ausführlich anlässlich des WDP Forum 2007 vom Donnerstag, 6. September im Stade de Suisse in Bern. Siehe dazu auch www.wdpmc.ch unter AKTUELL/Vorträge.
Freitag, April 20, 2007
Als VR- oder Aufsichtsratspräsident und Berater grösstmöglichen Nutzen stiften...
Die Frage beschäftigt mich immer wieder: Wie kann ich in einer bestimmten Unternehmenskonstellation den grössten Nutzen stiften...? Während es meines Erachtens für Aufsichts- und Verwaltungsratsvorsitzende eine klare Antwort gibt, sieht dies für den Berater anders aus. Für Letztere gibt es keine endgültige Antwort. Wer wirklich dienen will, der muss sich in diesem Punkt stets kritisch hinterfragen....
VR- und Aufsichtsratspräsidenten
Von besonderem Interesse – weil mit weitreichenden Folgen - ist die Frage, wie ein Aufsichtsrats- oder Verwaltunsratsvorsitzender aufzutreten hat, um den grösstmöglichen Nutzen zu stiften zu. Ich durfte einige erfolgreiche Funktionsträger eng begleiten. Zudem habe ich eigene Erfahrungen gesammelt. Dabei ist mir – ich gestehe, selbst für mich etwas überraschend - bewusst geworden, dass es primär die Berechenbarkeit seiner Persönlichkeit ist, welche den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmacht.* Natürlich, daneben sind eine Reihe von weiteren fachlichen Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen erforderlich.
Erfolgsfaktor Nummer Eins in dieser Funktion ist die Berechenbarkeit einer Persönlichkeit. Er muss für seine Umgebung verlässlich einschätzbar sein. Das bringt Ruhe in sein Umfeld. Man kann sich auf seine eigentlichen Ziele und Aufgaben voll konzentrieren. Die dem Unternehmen mit echter Hingabe dienenden Mitarbeiter fühlen sich wohl und bleiben. Was aber ebenso wichtig ist: irgendwelche Versuchsballons oder Intrigen der weniger Lauteren werden kaum mehr gestartet. Deren Hoffnungslosigkeit ist absehbar. Sie ziehen es vor, sich ein anderes Betätigungsfeld zu suchen. Es findet ein wertvoller Reinigungsprozess statt. Das Unternehmen fängt an, sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen.
Bei den Beratern ist es komplexer
Das gute Gefühl dafür, in welcher Rolle man den bestmöglichen Nutzen für den Kunden generieren kann, das unterscheidet den durchschnittlichen Berater vom Spitzenberater. Es ist weniger das fachliche Wissen, das Beherrschen der Methodik, psychologisches Geschick... Es ist dieses impulsive Gefühl, wie man sich in einer unternehmerischen Konstellation bewegt. Ob man als Ideengenerierer auftritt, ob man in erster Linie die richtigen Fragen stellt, ob man das Gespräch lenkt oder schleifen lässt...oder ob man gar als vorsichtiger Mahner auftritt... der hochtrabenden Fantasie die Flügel stutzt... Dieses Gefühl für den situativen Bedarf macht es wohl aus...
Und dann gibt es Konstellationen, wo man mit seiner Beraterpersönlichkeit, seinem Erfahrungshintergrund fehl am Platz ist... Hier muss man die Grösse haben, das selbst rechtzeitig zu erkennen und zu akzeptieren... Das rechtzeitige Gehen ist ebenso wichtig – wenn nicht gar wichtiger - wie das rechtzeitige Kommen... Es wird hier viel gesündigt... Die Verlockung, als Berater Lock-in-Effekte zu generieren ist gross. Man zehrt den Kunden aus... Was anfänglich positiven Effekte erzeugt hat, das wird zur Belastung. Es gibt nur noch Verlierer...
So gesehen wird sich ein guter Berater stets kritisch hinterfragen... sich immer wieder in Frage stellen... sich überlegen, ob man nicht andernorts mit seinem Erfahrungshintergrund, seiner Persönlichkeit einen grösseren Nutzen generieren kann.
Ein guter Berater bleibt stets ein Gast auf Zeit. Er hält nicht fest, er klammert nicht... Er weiss, dass seine Tage gezählt sind, an denen er sein Geld wert ist. Tut er dies nicht, so hat er das Entscheidende seiner Profession nicht verstanden...
* Über diesen Themenbereich referiere ich anlässlich des WDP Forum 2007 vom Donnerstag, 6. September im Stade de Suisse in Bern. Siehe dazu auch www.wdpmc.ch unter AKTUELL/Vorträge.
VR- und Aufsichtsratspräsidenten
Von besonderem Interesse – weil mit weitreichenden Folgen - ist die Frage, wie ein Aufsichtsrats- oder Verwaltunsratsvorsitzender aufzutreten hat, um den grösstmöglichen Nutzen zu stiften zu. Ich durfte einige erfolgreiche Funktionsträger eng begleiten. Zudem habe ich eigene Erfahrungen gesammelt. Dabei ist mir – ich gestehe, selbst für mich etwas überraschend - bewusst geworden, dass es primär die Berechenbarkeit seiner Persönlichkeit ist, welche den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmacht.* Natürlich, daneben sind eine Reihe von weiteren fachlichen Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen erforderlich.
Erfolgsfaktor Nummer Eins in dieser Funktion ist die Berechenbarkeit einer Persönlichkeit. Er muss für seine Umgebung verlässlich einschätzbar sein. Das bringt Ruhe in sein Umfeld. Man kann sich auf seine eigentlichen Ziele und Aufgaben voll konzentrieren. Die dem Unternehmen mit echter Hingabe dienenden Mitarbeiter fühlen sich wohl und bleiben. Was aber ebenso wichtig ist: irgendwelche Versuchsballons oder Intrigen der weniger Lauteren werden kaum mehr gestartet. Deren Hoffnungslosigkeit ist absehbar. Sie ziehen es vor, sich ein anderes Betätigungsfeld zu suchen. Es findet ein wertvoller Reinigungsprozess statt. Das Unternehmen fängt an, sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen.
Bei den Beratern ist es komplexer
Das gute Gefühl dafür, in welcher Rolle man den bestmöglichen Nutzen für den Kunden generieren kann, das unterscheidet den durchschnittlichen Berater vom Spitzenberater. Es ist weniger das fachliche Wissen, das Beherrschen der Methodik, psychologisches Geschick... Es ist dieses impulsive Gefühl, wie man sich in einer unternehmerischen Konstellation bewegt. Ob man als Ideengenerierer auftritt, ob man in erster Linie die richtigen Fragen stellt, ob man das Gespräch lenkt oder schleifen lässt...oder ob man gar als vorsichtiger Mahner auftritt... der hochtrabenden Fantasie die Flügel stutzt... Dieses Gefühl für den situativen Bedarf macht es wohl aus...
Und dann gibt es Konstellationen, wo man mit seiner Beraterpersönlichkeit, seinem Erfahrungshintergrund fehl am Platz ist... Hier muss man die Grösse haben, das selbst rechtzeitig zu erkennen und zu akzeptieren... Das rechtzeitige Gehen ist ebenso wichtig – wenn nicht gar wichtiger - wie das rechtzeitige Kommen... Es wird hier viel gesündigt... Die Verlockung, als Berater Lock-in-Effekte zu generieren ist gross. Man zehrt den Kunden aus... Was anfänglich positiven Effekte erzeugt hat, das wird zur Belastung. Es gibt nur noch Verlierer...
So gesehen wird sich ein guter Berater stets kritisch hinterfragen... sich immer wieder in Frage stellen... sich überlegen, ob man nicht andernorts mit seinem Erfahrungshintergrund, seiner Persönlichkeit einen grösseren Nutzen generieren kann.
Ein guter Berater bleibt stets ein Gast auf Zeit. Er hält nicht fest, er klammert nicht... Er weiss, dass seine Tage gezählt sind, an denen er sein Geld wert ist. Tut er dies nicht, so hat er das Entscheidende seiner Profession nicht verstanden...
* Über diesen Themenbereich referiere ich anlässlich des WDP Forum 2007 vom Donnerstag, 6. September im Stade de Suisse in Bern. Siehe dazu auch www.wdpmc.ch unter AKTUELL/Vorträge.
Mittwoch, April 18, 2007
Erfolgsfaktor Timing

Ich habe eine Fahrt von mehreren Stunden hinter mir. Gelegenheit, mir Gedanken zu machen, weshalb die von mir besuchte Mediengruppe zu den erfolgreichsten in Europa gehört. Ich glaube, es ist vor allem das Timing der Produktentwicklung und die in dem Zusammenhang verfolgte Akquisitionsstrategie.
Die Ausgangslage
Die Mediengruppe hat die Stürme der letzten Jahre im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern praktisch unbeschadet überstanden. Dies ist kein Zufall... Natürlich – die Werbeeinnahmen sind - wenigstens zwischenzeitlich - ebenfalls empfindlich eingebrochen. Rote Zahlen schrieb man aber nie... Man ist weiterhin auf einem selektiven Expansionskurs.
Auffallend war für mich immer die kontrollierte und ruhige Art, mit welcher man wichtige strategische Entscheide fällt – und dann vor allem das ausgeprägte Gefühl für das richtige Timing.
Meisterschaft und System im Timing der Projekte
Wichtige Entwicklungen im Bereich der TIME-Industrie werden hier unvoreingenommen zur Kenntnis genommen und sorgfältig geprüft. Eine kleine Arbeitsgruppe aus ausgewählten Mitarbeitern aus den Konzerngesellschaften verfassen unter der Federführung und Moderation eines Externen ein Grundlagenpapier mit einer Empfehlung. Die Auswirkungen auf die Gruppe, die Position, welche man in den einzelnen Geschäftsbereichen einnehmen muss und die erforderlichen Ressourcen werden aufgelistet.
Die Empfehlung beinhaltet stets auch den Aspekt des aktuellen Handlungsbedarfs. Ist dieser sofort gegeben oder darf man sich noch Zeit lassen? In vielen Fällen entscheidet man sich dazu, noch eine gewisse Zeit zuzuwarten und die Aktionen und Ergebnisse des Wettbewerbs einmal abzuwarten. Dies etwa unter dem Motto: Besser etwas zu spät als zu früh.
Aber bestens vorbereitet ist man auf die sich abzeichnenden Entwicklungen allemal. Das Reaktionsdispositiv steht bis ins hinterste Detail. Ich mag mich nicht erinnern, dass diese Unternehmensgruppe von einer Entwicklung einmal ganz unvorbereitet getroffen wurde. Bereits in einer frühen Phase hatte man sich mit dem Thema unaufgeregt auseinandergesetzt. Man war ohne Emotionen innerlich bereit, auf das was nun einmal Tatbestand ist, mit dem entsprechenden Aktionsplan zu reagieren.
So hat man – ganz im Gegensatz zum Wettbewerb - die Herausforderung Internet äusserst elegant bewältigt. Und nun ist man daran, ein innovatives Konzept unter Einschluss von Geodaten und intelligenten Suchfunktionen für Tageszeitungen ins Leben zu rufen. Alles andere als ein Erfolg auch bei diesem Projekt würde überraschen. Zu professionell und bedacht ist die gewählte Vorgehensweise.
Ich stelle bei dieser Gelegenheit wieder einmal fest, dass der Erfolgsfaktor „Timing“ bei vielen Unternehmen nicht entsprechend beachtet wird. Vor allem pflegt man diesbezüglich keine Systematik. Man glaubt, jede neue Entwicklung gehorche eigenen Gesetzen. Dem ist ganz offensichtlich nicht so...
PS: Über diesen Themenbereich referiere ich anlässlich des WDP Forum 2007 vom Donnerstag, 6. September im Stade de Suisse in Bern. Siehe dazu auch www.wdpmc.ch unter AKTUELL/Vorträge.
Dienstag, Februar 20, 2007
Praxisbezogene Management-Unterstützung bei Firmenübernahmen
Von der Bewertung der Unternehmen bis hin zum Kaufentscheid erfolgen die erforderlichen Schritte heute professionell und mit klar definierter Systematik. Die eigentliche Bewährungsprobe beginnt erst mit dem Alltag zweier Firmen, die ihr neues gemeinsames Gesicht erst noch finden müssen. WDP unterstützt Sie dabei, diese Hürde souverän und mit Umsicht zu meistern.Die Herausforderung
Sie besteht darin, zwei Solotänzer zum ausdrucksstarken Pas de deux zusammenzubringen. Diese Herausforderung gilt es anzunehmen, da die Bedeutung von Firmenübernahmen in den nächsten Jahren im Rahmen von Wachstumsstrategien weiter zunehmen wird. Die Wettbewerbsposition kann dadurch auf den globaleren Märkten wirksam abgesichert werden.
Das Zusammengehen zweier Firmen gehört nicht zum Alltagsgeschäft. Es ist eine Sonderkonstellation und in managementmässiger Hinsicht eine spezielle Aufgabe, die für den Grossteil der Führungskräfte neu ist. Da gelten eigene Gesetze und angemessene Vorgehensweisen sind gefragt. Diesem Umstand kann WDP Würgler & Partner Rechnung tragen, weil wir - erfahren in der Begleitung von Firmenübernah-men im In- und Ausland – unser Wissen und unsere Kenntnisse einbringen können.
Die erste Etappe, d.h. bis und mit Übernahmeentscheid resp. Vertragsabschluss ist klar geregelt. Dieser Bereich wird von M & A-Spezialisten professionell abgedeckt, die Kandidaten werden in dieser Phase auf Herz und Nieren geprüft. Die eigentliche Feuerprobe für das neu entstandene Unternehmen erfolgt aber erst jetzt. An diesem Punkt ist es von grösster Bedeutung ein Fundament zu legen, das von Stund’ an trägt, denn ein einmal in Gang gesetztes Gefährt entwickelt bekanntlich einen langen Bremsweg.
Damit es gar nicht erst zu einem gefährlichen Bremsmanöver kommen muss, empfiehlt es sich, in dieser entscheidenden zweiten Etappe, einen neutralen Mittler einzuschalten. WDP Würgler & Partner kann diese Funktion übernehmen, denn wir garantieren Unabhängigkeit und wir wissen aus Erfahrung, wie in der unmittelbaren Phase nach der Übernahme der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt wird. Wir stehen dafür ein, dass auch in dieser zweiten Phase professionell gearbeitet wird. Wir unterstützen die verantwortlichen Führungskräfte in dieser Ausnahmesituation. Wir tragen der sensiblen Situation der MitarbeiterInnen Rechnung. Wir fördern die Kommunikation.
Die aus der Erfahrung abgeleitete Methodik
Die Praxis hat uns gezeigt, dass in dieser Zeitspanne des Zusammenwachsens zweier Firmen ebenfalls generelle Gesetze anzuwenden sind. Sie bieten die Gewähr dafür, dass die beiden Unternehmen symbiotisch verschmelzen, d.h. ein gemeinsames Weiterleben zu gegenseitigem Nutzen ermöglicht wird. Unsere speziell ausgerichtete, praxisbewährte Systematik sorgt genau dafür.
Das ist der Weg, dass keine Unachtsamkeit eine Negativspirale in Gang setzt, die auf lange Sicht hinaus die Prosperität des neuen Unternehmens schmälert und der anlässlich der Due Diligence berechnete Unternehmenswert zur Makulatur verkommt.
Mittwoch, Juli 12, 2006
SUPERVISING - Führungsverantwortung breiter abstützen -
Immer mehr Unternehmen beanspruchen unsere Services im Bereich Supervising. Verwaltungsrat und Geschäftleitung stehen immer stärker im Scheinwerferlicht. Umfassende Information, fundierte Kenntnis der relevanten Einflussgrössen, aktuelles Know-how sind selbstverständlich. Die Anforderungen an die verantwortlichen Personen sind hoch.
Den Wandel erfolgreich bewältigen
Globalisierung, Innovations-, Kosten- und Preisdruck, zunehmende Geschwindigkeit des Wandels, Digitalisierung - alles Komponenten, die den Unternehmenserfolg je länger je stärker beeinflussen.
Führungskräfte werden durch das Tagesgeschäft stark gefordert. Verwaltungsräte sind auf ein umfassendes Reporting von Seite der Geschäftsleitung angewiesen. Unterstützung tut Not, d.h. wir können Sie bei der Aufbereitung der Unterlagen für die Sitzungen der Aufsichtsorgane wesentlich entlasten. Dies wiederum versetzt Sie in die Lage, die gewonnene Zeit für strategische und operative Führungsaufgaben effizienter einzusetzen.
WDP bietet unbefangenes, kritisches, zukunftsorientiertes Supervising. Wir legen den Finger auf den wunden Punkt, gleichzeitig bestärken und unterstützen wir Sie in der Umsetzung der bewährten Strategien. Wir sind vertraut mit Business Intelligence-Tools, analysieren diese und nehmen eine Bewertung vor.
Das fachkompetente Supervising
Das Supervising von WDP ergänzt den Bericht des Wirtschaftsprüfers auf ideale Weise. Wir machen kritische Einflussgrössen sichtbar, zeichnen das Spektrum der möglichen Reaktionsweisen auf, legen Prioritäten fest und machen den Handlungsbedarf sichtbar. Das Ergebnis halten wir in einem komprimierten Bericht von zwei bis drei Seiten mit entsprechenden Anhängen fest.
Wir verfügen über überdurchschnittliche Markt- und Produktkenntnisse. Wir bringen auf allen Ebenen von Führung und Organisation die entsprechende Erfahrung mit. Unsere Kernkompetenz im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien befähigt uns, die von Ihnen eingesetzten Führungsinstrumente zu beurteilen und einen allfälligen Ergänzungsbedarf aufzuzeigen. Des Weiteren unterziehen wir die finanziellen Abschlüsse, Kennzahlen und Statistiken einer kritischen Betrachtung.
Wir starten unsere Arbeit, indem wir in gemeinsamer Absprache mit Ihnen die erforderlichen Unterlagen bestimmen. Diese werden von uns gesichtet und ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen uns als Grundlage für die Fachgespräche mit Mitgliedern der Geschäftsleitung. Sämtliche Fakten und Erkenntnisse werden anschliessend in einem Bericht festgehalten.
Das Supervising von WDP Würgler & Partner richtet sich ganz nach Ihren Wünschen. Wir erstellen die Berichte im Quartals- oder Jahresrhythmus und bei Bedarf verfassen wir separate Versionen für Geschäftsführung und Aufsichtsorgane. Wir sind des Weiteren gerne bereit, die Ergebnisse an den Sitzungen des Aufsichtsorgans zu präsentieren und zu vertreten.
Der Nutzen
Das Aufsichtsorgan verfügt – neben dem Bericht des Revisors - aus einer Produkt-/Marktsicht heraus über eine ergänzende, zukunftsgerichtete Beurteilung des Unternehmens. Es wird seiner Oberleitungsfunktion voll gerecht, ein sich abzeichnender Handlungsbedarf wird früh erkannt.
Die Geschäftsführung bekommt wertvolle Impulse von aussen. Der Zeitbedarf für das Reporting an den Verwaltungsrat nimmt ab.
Referenzen und eine Übersicht über unsere Dienstleistungen entnehmen Sie bitte unserer Homepage www.wdpmc.ch.
Den Wandel erfolgreich bewältigen
Globalisierung, Innovations-, Kosten- und Preisdruck, zunehmende Geschwindigkeit des Wandels, Digitalisierung - alles Komponenten, die den Unternehmenserfolg je länger je stärker beeinflussen.
Führungskräfte werden durch das Tagesgeschäft stark gefordert. Verwaltungsräte sind auf ein umfassendes Reporting von Seite der Geschäftsleitung angewiesen. Unterstützung tut Not, d.h. wir können Sie bei der Aufbereitung der Unterlagen für die Sitzungen der Aufsichtsorgane wesentlich entlasten. Dies wiederum versetzt Sie in die Lage, die gewonnene Zeit für strategische und operative Führungsaufgaben effizienter einzusetzen.
WDP bietet unbefangenes, kritisches, zukunftsorientiertes Supervising. Wir legen den Finger auf den wunden Punkt, gleichzeitig bestärken und unterstützen wir Sie in der Umsetzung der bewährten Strategien. Wir sind vertraut mit Business Intelligence-Tools, analysieren diese und nehmen eine Bewertung vor.
Das fachkompetente Supervising
Das Supervising von WDP ergänzt den Bericht des Wirtschaftsprüfers auf ideale Weise. Wir machen kritische Einflussgrössen sichtbar, zeichnen das Spektrum der möglichen Reaktionsweisen auf, legen Prioritäten fest und machen den Handlungsbedarf sichtbar. Das Ergebnis halten wir in einem komprimierten Bericht von zwei bis drei Seiten mit entsprechenden Anhängen fest.
Wir verfügen über überdurchschnittliche Markt- und Produktkenntnisse. Wir bringen auf allen Ebenen von Führung und Organisation die entsprechende Erfahrung mit. Unsere Kernkompetenz im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien befähigt uns, die von Ihnen eingesetzten Führungsinstrumente zu beurteilen und einen allfälligen Ergänzungsbedarf aufzuzeigen. Des Weiteren unterziehen wir die finanziellen Abschlüsse, Kennzahlen und Statistiken einer kritischen Betrachtung.
Wir starten unsere Arbeit, indem wir in gemeinsamer Absprache mit Ihnen die erforderlichen Unterlagen bestimmen. Diese werden von uns gesichtet und ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen uns als Grundlage für die Fachgespräche mit Mitgliedern der Geschäftsleitung. Sämtliche Fakten und Erkenntnisse werden anschliessend in einem Bericht festgehalten.
Das Supervising von WDP Würgler & Partner richtet sich ganz nach Ihren Wünschen. Wir erstellen die Berichte im Quartals- oder Jahresrhythmus und bei Bedarf verfassen wir separate Versionen für Geschäftsführung und Aufsichtsorgane. Wir sind des Weiteren gerne bereit, die Ergebnisse an den Sitzungen des Aufsichtsorgans zu präsentieren und zu vertreten.
Der Nutzen
Das Aufsichtsorgan verfügt – neben dem Bericht des Revisors - aus einer Produkt-/Marktsicht heraus über eine ergänzende, zukunftsgerichtete Beurteilung des Unternehmens. Es wird seiner Oberleitungsfunktion voll gerecht, ein sich abzeichnender Handlungsbedarf wird früh erkannt.
Die Geschäftsführung bekommt wertvolle Impulse von aussen. Der Zeitbedarf für das Reporting an den Verwaltungsrat nimmt ab.
Referenzen und eine Übersicht über unsere Dienstleistungen entnehmen Sie bitte unserer Homepage www.wdpmc.ch.
Samstag, Dezember 03, 2005
Management bestehender Geschäftsmodelle
Die Art und Weise wie eine Geschäftseinheit erfolgreich betrieben wird, ist einem steten Wandel unterworfen. Bisher tragende Wertschöpfungssäulen brechen weg. Die periodische, unbefangene Überprüfung der Tragfähigkeit bestehender Wertschöpfungsketten sowie deren Beitrag zum Unternehmenserfolg unter Berücksichtigung der relevanten Rahmenbedingungen sind unerlässlich.
Die Herausforderung
Das strategische Management steht vor grossen Herausforderungen. Viele der anstehenden Probleme sind struktureller Art und lassen sich mit den bisherigen Methoden kaum mehr erfolgreich bewältigen. Bewährte Handlungsweisen wollen nicht mehr greifen. Dazu zählen:
Kostenmanagement: Die traditionellen Ansätze der undifferenzierten Kostenreduktionen über alle Bereiche hinweg lassen die Unternehmen oft kraftlos zurück. Es ist daher von Belang sowohl strategische als auch kreative Aspekte mitzuberücksichtigen. Wird dies unterlassen, schwindet die Fähigkeit, die sich bietenden Marktchancen gezielt wahrzunehmen.
Innovationen: Sind zwar unabdingbar erforderlich, jedoch sowohl technisch wie produktmässig nur bedingt einplanbar. Ein systematisches Management / Controlling der entsprechenden Prozesse ist ein Muss.
Wachstumsoptionen: Mit dem Wachstum der jeweiligen Märkte als quasi systemimmanente Grösse ist es vorbei. Eine differenzierte Betrachtung ist unumgänglich.
Was verstehen wir unter dem Geschäftsmodell-Management?
Bei diesem geht es um die Frage, wie die Wertschöpfung eines Unternehmens in Gewinn umgesetzt werden kann. In einer immer globalisierteren Welt sind die Wertschöpfungsstrukturen einer laufenden Veränderung unterworfen. Auch interne Gründe wie Innovationszyklen können zu wesentlichen Verschiebungen der Nutzenspektren führen.
Nur mit einer systematischen Überwachung der einzelnen Wertschöpfungselemente wird man den heutigen Anforderungen gerecht. Dies stets unter Beachtung der wertmässigen Dimension. Tragend wird ein Geschäftsmodell nur dann, wenn es unter Berücksichtigung der Wettbewerbsfaktoren solide Gewinne zu erzielen in der Lage ist.
Was ist zu tun, um zur richtigen Konfiguration der Wertschöpfungskette zu gelangen?
Die folgenden Aspekte sind zu berücksichtigen:
Die Wertschöpfungskonfiguration des Unternehmens ist in diejenige der Branche einzubetten. Dies unter Berücksichtigung der vor- und nachgelagerten sowie der benachbarten Branchen. Dabei gilt es mittels Simulationen die optimale Konfiguration zu eruieren. Im Rahmen dieses Optimierungsprozesses werden die einzelnen Elemente der Wertschöpfung entweder fokussiert, integriert, koordiniert, komprimiert, expandiert oder gar neu konstruiert. Damit können verkrustete Vorstellungen und Strukturen aufgebrochen werden.
Die Basis für diese Überlegungen ist immer das Leistungsangebotsmodell des Unternehmens oder des jeweiligen Geschäftsbereichs. Hier wird festgelegt, mit welchen Produkten und Dienstleistungen bei welchen Kunden welche Bedürfnisse befriedigt werden sollen. Daraus abgeleitet wird danach das Modell, in welchem die Art und Weise der Leistungserstellung definiert wird. Aufbauend auf der festgelegten Konfiguration der Wertschöpfung, sind deren einzelne Stufen detailliert festzulegen, die Ressourcen und Fähigkeiten zuzuordnen und die Make-or-buy-Entscheidungen zu treffen.
Wie bereits erwähnt, muss jedes Glied der Wertschöpfungskette sowie die gewählte Wertschöpfungskonfiguration der kritischen Gegenüberstellung der wertmässigen Auswirkungen standhalten. Erst danach kann die Frage, wo, wie und ob ein Unternehmen mit einem Geschäftsmodell Geld verdienen kann, differenziert beantwortet werden.
Die Herausforderung
Das strategische Management steht vor grossen Herausforderungen. Viele der anstehenden Probleme sind struktureller Art und lassen sich mit den bisherigen Methoden kaum mehr erfolgreich bewältigen. Bewährte Handlungsweisen wollen nicht mehr greifen. Dazu zählen:
Kostenmanagement: Die traditionellen Ansätze der undifferenzierten Kostenreduktionen über alle Bereiche hinweg lassen die Unternehmen oft kraftlos zurück. Es ist daher von Belang sowohl strategische als auch kreative Aspekte mitzuberücksichtigen. Wird dies unterlassen, schwindet die Fähigkeit, die sich bietenden Marktchancen gezielt wahrzunehmen.
Innovationen: Sind zwar unabdingbar erforderlich, jedoch sowohl technisch wie produktmässig nur bedingt einplanbar. Ein systematisches Management / Controlling der entsprechenden Prozesse ist ein Muss.
Wachstumsoptionen: Mit dem Wachstum der jeweiligen Märkte als quasi systemimmanente Grösse ist es vorbei. Eine differenzierte Betrachtung ist unumgänglich.
Was verstehen wir unter dem Geschäftsmodell-Management?
Bei diesem geht es um die Frage, wie die Wertschöpfung eines Unternehmens in Gewinn umgesetzt werden kann. In einer immer globalisierteren Welt sind die Wertschöpfungsstrukturen einer laufenden Veränderung unterworfen. Auch interne Gründe wie Innovationszyklen können zu wesentlichen Verschiebungen der Nutzenspektren führen.
Nur mit einer systematischen Überwachung der einzelnen Wertschöpfungselemente wird man den heutigen Anforderungen gerecht. Dies stets unter Beachtung der wertmässigen Dimension. Tragend wird ein Geschäftsmodell nur dann, wenn es unter Berücksichtigung der Wettbewerbsfaktoren solide Gewinne zu erzielen in der Lage ist.
Was ist zu tun, um zur richtigen Konfiguration der Wertschöpfungskette zu gelangen?
Die folgenden Aspekte sind zu berücksichtigen:
Die Wertschöpfungskonfiguration des Unternehmens ist in diejenige der Branche einzubetten. Dies unter Berücksichtigung der vor- und nachgelagerten sowie der benachbarten Branchen. Dabei gilt es mittels Simulationen die optimale Konfiguration zu eruieren. Im Rahmen dieses Optimierungsprozesses werden die einzelnen Elemente der Wertschöpfung entweder fokussiert, integriert, koordiniert, komprimiert, expandiert oder gar neu konstruiert. Damit können verkrustete Vorstellungen und Strukturen aufgebrochen werden.
Die Basis für diese Überlegungen ist immer das Leistungsangebotsmodell des Unternehmens oder des jeweiligen Geschäftsbereichs. Hier wird festgelegt, mit welchen Produkten und Dienstleistungen bei welchen Kunden welche Bedürfnisse befriedigt werden sollen. Daraus abgeleitet wird danach das Modell, in welchem die Art und Weise der Leistungserstellung definiert wird. Aufbauend auf der festgelegten Konfiguration der Wertschöpfung, sind deren einzelne Stufen detailliert festzulegen, die Ressourcen und Fähigkeiten zuzuordnen und die Make-or-buy-Entscheidungen zu treffen.
Wie bereits erwähnt, muss jedes Glied der Wertschöpfungskette sowie die gewählte Wertschöpfungskonfiguration der kritischen Gegenüberstellung der wertmässigen Auswirkungen standhalten. Erst danach kann die Frage, wo, wie und ob ein Unternehmen mit einem Geschäftsmodell Geld verdienen kann, differenziert beantwortet werden.
Donnerstag, November 24, 2005
Mit dem Audit von WDP die Entscheidungsprozesse optimieren
Die Fähigkeit Informationen zu sammeln, zu analysieren, zu vertiefen und als Entscheidungsgrundlagen aufzubereiten ist für den Unternehmenserfolg entscheidend. Diese Fähigkeit kann stark verbessert werden. Die Voraussetzung dafür ist die problem- und entscheidungsorientierte Aufbereitung. Wir unterstützen Sie dabei, näher an dieses Optimum heranzukommen.
Herausforderung und unsere Dienste
Gutes Management ist in erster Linie gute Entscheidungsfindung. Früher war es in erster Linie die Intuition, welche den Unterschied zwischen unternehmerischem Erfolg und Misserfolg ausgemacht hat. Heute sind es die mittels Business Intelligence-Tools verfügbar gemachten Messgrössen in Kombination mit der Intuition des Entscheiders.
Mit diesem dynamischen Gleichgewicht zwischen IT-gestützt aufbereiteten Unterlagen und der Erfahrung und Fachkompetenz der Entscheider sieht es unter Berücksichtigung des State of the Art der Business Intelligence-Tools nicht gut aus. Im einen Fall ist ein krasser Mangel an IT-gestützten Unterlagen zu beklagen – im an-deren Fall dominieren diese die Entscheidungsprozesse über Gebühr.
In unserer globalen und sich schnell ändernden Wirtschaft ist der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg schmal geworden. Wollen wir bestehen, dann müssen sowohl die strategischen, als auch die operativen Entscheide eine hohe Qualität aufweisen.
WDP bietet Ihnen mit den folgenden Services den entscheidenden Trumpf, um Ihre Situation nachhaltig zu verbessern:
Herausforderung und unsere Dienste
Gutes Management ist in erster Linie gute Entscheidungsfindung. Früher war es in erster Linie die Intuition, welche den Unterschied zwischen unternehmerischem Erfolg und Misserfolg ausgemacht hat. Heute sind es die mittels Business Intelligence-Tools verfügbar gemachten Messgrössen in Kombination mit der Intuition des Entscheiders.
Mit diesem dynamischen Gleichgewicht zwischen IT-gestützt aufbereiteten Unterlagen und der Erfahrung und Fachkompetenz der Entscheider sieht es unter Berücksichtigung des State of the Art der Business Intelligence-Tools nicht gut aus. Im einen Fall ist ein krasser Mangel an IT-gestützten Unterlagen zu beklagen – im an-deren Fall dominieren diese die Entscheidungsprozesse über Gebühr.
In unserer globalen und sich schnell ändernden Wirtschaft ist der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg schmal geworden. Wollen wir bestehen, dann müssen sowohl die strategischen, als auch die operativen Entscheide eine hohe Qualität aufweisen.
WDP bietet Ihnen mit den folgenden Services den entscheidenden Trumpf, um Ihre Situation nachhaltig zu verbessern:
- Beurteilung der Sortimentsfrage, Analyse der Marketing-Strategie, Wettbewerbsanalyse, Beleuchung der strategischen Bedeutung neuer Märkte, Ueberprüfung der Wertschöpfungsentwicklung unter Berücksichtigung interner und externer Faktoren oder anderer unternehmensrelevanter Fragen (Audit).
- Herausarbeiten der für Ihr Unternehmen relevanten Messgrössen.
- Evaluierung der erforderlichen BI-Tools unter Berücksichtigung der vorhandenen IT-Infrastruktur.
- Handbuch für optimierte Entscheidungsfindung.
Wie werden zweckmässige Entscheidungsprozesse sichergestellt?
Es gilt die geschäftsbereichsspezifischen, relevanten Messgrössen herauszuarbeiten, die dafür erforderlichen Datenbestände zu erheben und danach entscheidungsorientiert aufzubereiten. Wo dies mit vernünftigem Aufwand mittels BI-Tools möglich ist, werden die erforderlichen Daten laufend verfügbar gehalten. In den anderen Fällen fallspezifisch aufbereitet.
Grundsätzlich rekrutieren sich die Messgrössen aus folgenden Bereichen:
Es gilt die geschäftsbereichsspezifischen, relevanten Messgrössen herauszuarbeiten, die dafür erforderlichen Datenbestände zu erheben und danach entscheidungsorientiert aufzubereiten. Wo dies mit vernünftigem Aufwand mittels BI-Tools möglich ist, werden die erforderlichen Daten laufend verfügbar gehalten. In den anderen Fällen fallspezifisch aufbereitet.
Grundsätzlich rekrutieren sich die Messgrössen aus folgenden Bereichen:
- Sach- und branchenspezifische Daten und Einflüsse
- Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Grössen
- Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen
- Länderspezifische Messgrössen
- Marktpotentiale für Produkt-Marktbereiche
Was noch vor Kurzem mit einem grossen, kaum zu bewältigenden Erhebungsaufwand verbunden war, wird dank den Innovationen im Bereich der BI-Tools sowie von semantischen Systemem wirtschaftlich machbar. So lassen sich unstrukturierte Daten strukturiert abspeichern, in die Datawarehouses überleiten und von dort nach Bedarf entscheidungsorientiert aufbereitet abrufen. Oft sind die Bausteine für leistungsfähige, BI-gestützte Entscheidungshilfen gar in Standart-SW-Paketen verfügbar. Das bedeutet, dass es sich um investitionsarme Projekte handelt.
Der potentiell vorhandene Nutzen lässt sich erst ausschöpfen, wenn die Entscheider kompetent mit diesen Systemen umzugehen vermögen. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Ein Handbuch der Entscheidfindung ist daher unabdingbar erforderlich.
Der potentiell vorhandene Nutzen lässt sich erst ausschöpfen, wenn die Entscheider kompetent mit diesen Systemen umzugehen vermögen. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Ein Handbuch der Entscheidfindung ist daher unabdingbar erforderlich.
Das Innovationsmanagement systematisieren
Die Innovationskraft eines Unternehmens ist ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor. Innovationen stärken Ertragskraft und stärken Marktposition. WDP bietet Ihnen eine Systematik an, welche die Erfolgspespektiven der Innovationsprozesse verbessert.
Die Herausforderung
Kreativität heißt, Neues zu denken. Innovation heißt Neues zu tun. Innovationsmanagement umfasst beides. Die allermeisten Innovationen basieren indes auf im Unternehmen bewährten Techniken, Vertriebswegen und Managementstrukturen.
Innovationen beruhen auf Kreativität, und die lässt sich weder befehlen noch erkaufen. Insofern kann der Innovationsprozess nicht exakt vorausbestimmt und nicht nach Kosten- oder Zeitkriterien optimiert werden. Umwege sind unvermeidbar, doch manch vermeintlicher Irrweg kann sich im Nachhinein als produktiv erweisen.
Obwohl die Kreativität und damit entsprechende Freiräume für die MitarbeiterInnen wesentliche Erfolgsgrössen sind, gilt es den Prozess des Innovationsmanagements in vertretbarem Rahmen zu disziplinieren und zu systematisieren.
In diesem Zusammenhang sind vier Dimensionen zu unterscheiden:
a) Prozessuale Dimension
In welcher zeitlichen Abfolge sind welche einzelnen Innovationsschritte zu leisten? Wie entwickelt sich aus einer Vielzahl von Ideen die bahnbrechende Innovation?
b) Personelle Dimension
Welche Personen und Instanzen müssen als Promotoren in das Innovationsprojekt einbezogen werden?
c) Instrumentelle Dimension
Welche Planungs-, Steuerungs- und Kontrolltechniken können eingesetzt werden?
d) Strukturelle Dimension
Wie wird die Interaktion mit den übrigen Abteilungen des Unternehmens gesichert?
Ausserordentlich wichtig ist die Führung und enge Kooperation der Beteiligten untereinander sowie mit Kunden und Lieferanten. Immer wieder muss neu entschieden werden, ob der momentane Kurs beibehalten oder modifiziert werden soll. Diese Managementfunktion lässt sich in der Regel vom unbefangenen neutralen Externen, der den entsprechenden Erfahrungshintergrund mitbringt, einfacher und besser wahrnehmen. WDP ist in der Lage, Sie diesbezüglich kompetent zu unterstützten.
Begleitung über 3 Phasen hinweg
In einem Trichtermodell lassen sich drei Phasen im Innovationsprozess unterscheiden, in denen die Steuer- und Planbarkeit variiert. Exploration, Produktionsvorbereitung und Realisierung sind die typischen Schritte, mit denen künftige Marktbedürfnisse genutzt werden. Dabei muss im Auge behalten werden, dass über den gesamten Verlauf des Prozesses hinweg das Zusammenwirken höchst unterschiedlicher Menschen erforderlich ist.
Folgende Aufgaben und Ziele kennzeichnen die einzelnen Phasen des Innovationsprozesses:
Die Exploration beinhaltet Forschung, Vorentwicklung von Prozessen und Prototypen sowie das Prüfen der Finanzie-rungsbasis. Sie endet mit der Festlegung auf ein Produktkonzept. Ab diesem Zeitpunkt ist das Konzept sakrosankt, denn sowohl Mitarbeiterfrustration als auch Zeit- und Kapitalverluste können so vermieden werden.
In der Produktionsvorbereitung konzentriert sich die Kreativität auf Realisierungsprobleme hinsichtlich Qualität, Kosten, Menge und Zeit. Dadurch werden erforderliche Ressourcen immer klarer zugeordnet.
In der Realisierungsphase erfolgt dann die tatsächliche Produktion und Markteinführung der Innovation. Obwohl die explorative Phase an und für sich abgeschlossen ist, entstehen trotzdem immer wieder "explorative Inseln" die aber wegen ihrer überproportionalen Kostenwirksamkeit begrenzt bleiben sollten.
Die Herausforderung
Kreativität heißt, Neues zu denken. Innovation heißt Neues zu tun. Innovationsmanagement umfasst beides. Die allermeisten Innovationen basieren indes auf im Unternehmen bewährten Techniken, Vertriebswegen und Managementstrukturen.
Innovationen beruhen auf Kreativität, und die lässt sich weder befehlen noch erkaufen. Insofern kann der Innovationsprozess nicht exakt vorausbestimmt und nicht nach Kosten- oder Zeitkriterien optimiert werden. Umwege sind unvermeidbar, doch manch vermeintlicher Irrweg kann sich im Nachhinein als produktiv erweisen.
Obwohl die Kreativität und damit entsprechende Freiräume für die MitarbeiterInnen wesentliche Erfolgsgrössen sind, gilt es den Prozess des Innovationsmanagements in vertretbarem Rahmen zu disziplinieren und zu systematisieren.
In diesem Zusammenhang sind vier Dimensionen zu unterscheiden:
a) Prozessuale Dimension
In welcher zeitlichen Abfolge sind welche einzelnen Innovationsschritte zu leisten? Wie entwickelt sich aus einer Vielzahl von Ideen die bahnbrechende Innovation?
b) Personelle Dimension
Welche Personen und Instanzen müssen als Promotoren in das Innovationsprojekt einbezogen werden?
c) Instrumentelle Dimension
Welche Planungs-, Steuerungs- und Kontrolltechniken können eingesetzt werden?
d) Strukturelle Dimension
Wie wird die Interaktion mit den übrigen Abteilungen des Unternehmens gesichert?
Ausserordentlich wichtig ist die Führung und enge Kooperation der Beteiligten untereinander sowie mit Kunden und Lieferanten. Immer wieder muss neu entschieden werden, ob der momentane Kurs beibehalten oder modifiziert werden soll. Diese Managementfunktion lässt sich in der Regel vom unbefangenen neutralen Externen, der den entsprechenden Erfahrungshintergrund mitbringt, einfacher und besser wahrnehmen. WDP ist in der Lage, Sie diesbezüglich kompetent zu unterstützten.
Begleitung über 3 Phasen hinweg
In einem Trichtermodell lassen sich drei Phasen im Innovationsprozess unterscheiden, in denen die Steuer- und Planbarkeit variiert. Exploration, Produktionsvorbereitung und Realisierung sind die typischen Schritte, mit denen künftige Marktbedürfnisse genutzt werden. Dabei muss im Auge behalten werden, dass über den gesamten Verlauf des Prozesses hinweg das Zusammenwirken höchst unterschiedlicher Menschen erforderlich ist.
Folgende Aufgaben und Ziele kennzeichnen die einzelnen Phasen des Innovationsprozesses:
Die Exploration beinhaltet Forschung, Vorentwicklung von Prozessen und Prototypen sowie das Prüfen der Finanzie-rungsbasis. Sie endet mit der Festlegung auf ein Produktkonzept. Ab diesem Zeitpunkt ist das Konzept sakrosankt, denn sowohl Mitarbeiterfrustration als auch Zeit- und Kapitalverluste können so vermieden werden.
In der Produktionsvorbereitung konzentriert sich die Kreativität auf Realisierungsprobleme hinsichtlich Qualität, Kosten, Menge und Zeit. Dadurch werden erforderliche Ressourcen immer klarer zugeordnet.
In der Realisierungsphase erfolgt dann die tatsächliche Produktion und Markteinführung der Innovation. Obwohl die explorative Phase an und für sich abgeschlossen ist, entstehen trotzdem immer wieder "explorative Inseln" die aber wegen ihrer überproportionalen Kostenwirksamkeit begrenzt bleiben sollten.
Montag, November 21, 2005
Mit Fitness die Optionen für Offensiven nutzen
Je reicher mein Erfahrungsspektrum in praktischen Managementfragen, desto überzeugter bin ich, dass die Gesetze der Biologie und des Sports auch in diesem Bereich ihre volle Gültigkeit haben.
Mit Übergewicht und verkürzter Muskulatur lässt sich kein Hürdensprint gewinnen. Der Läufer, der in einer Gruppe schwer atmend einen Angriff lanciert, erntet das mitleidige Lächeln seiner Konkurrenten.
Wer nicht fit ist, der wird den Wettbewerb nicht angreifen können. Das trifft sowohl auf Strukturen wie auf Prozesse zu. Es bedarf im Management keines schwer verständlichen Vokabulars und verschlungener Pfade, um den Erfolg anzustreben. Vielmehr braucht es eine klare, gerade Linie, die den Respekt aller Stakeholders verdient. Und am Beginn all dieser Bestrebungen steht immer ein kreatives Kosten-management als Daueraufgabe (www.wdpmc.ch/dokus/Kostengenerell.pdf)
Sind hier wettbewerbsfähige Strukturen vorhanden, lassen sich abgeleitet von den bestehenden Stärken beliebige Offensivmassnahmen einleiten. Ist das der Fall, ist der Läufer im Marathonpulk in der Lage, das Feld zu sprengen. Es öffnen sich Optionen für Offensiven.
Mit Übergewicht und verkürzter Muskulatur lässt sich kein Hürdensprint gewinnen. Der Läufer, der in einer Gruppe schwer atmend einen Angriff lanciert, erntet das mitleidige Lächeln seiner Konkurrenten.
Wer nicht fit ist, der wird den Wettbewerb nicht angreifen können. Das trifft sowohl auf Strukturen wie auf Prozesse zu. Es bedarf im Management keines schwer verständlichen Vokabulars und verschlungener Pfade, um den Erfolg anzustreben. Vielmehr braucht es eine klare, gerade Linie, die den Respekt aller Stakeholders verdient. Und am Beginn all dieser Bestrebungen steht immer ein kreatives Kosten-management als Daueraufgabe (www.wdpmc.ch/dokus/Kostengenerell.pdf)
Sind hier wettbewerbsfähige Strukturen vorhanden, lassen sich abgeleitet von den bestehenden Stärken beliebige Offensivmassnahmen einleiten. Ist das der Fall, ist der Läufer im Marathonpulk in der Lage, das Feld zu sprengen. Es öffnen sich Optionen für Offensiven.
- So kann ein Unternehmen der Medienindustrie die vielen Möglichkeiten der digitalen Konvergenz ausschöpfen.
- Es können die Optionen von Netzwerken und Mobile Business als Wachtumsmotor genutzt werden
- Die Perspektiven von Mobilen Lösungen lassen sich in den Aktivitäten der Wertkette nutzen
- Das Unternehmen wird als Partner für innovative Projekte begehrt und intensiv umworben
So wie in der Natur auf einem gesunden Boden die Bäume im Frühjahr zu voller Blüte gelangen, so entwickelt sich das Unternehmen auf der Grundlage seiner gesunden unternehmerischen Ressourcen weiter. Nicht geheimnisumwittert, sondern den natürlichen biologischen Gesetzen gehorchend.
Zu oft werden im Management diese Grunderkenntnisse vergessen. Man glaubt sich mit verklausulierten Erklärungen den natürlichen Gravitationskräften entziehen zu können. Der frühere oder spätere Absturz solchen Handelns ist die Folge.
Zu oft werden im Management diese Grunderkenntnisse vergessen. Man glaubt sich mit verklausulierten Erklärungen den natürlichen Gravitationskräften entziehen zu können. Der frühere oder spätere Absturz solchen Handelns ist die Folge.
Die entscheidende Voraussetzung für das ersehnte Wirtschaftswachstum
Am letzten Donnerstag war ich an einer Tagung. Die Referate waren erfrischend. Nicht alle in jeder Hinsicht überzeugend, aber der Gesamteindruck war gut.
In den jeweiligen Diskussionen zeigte sich ein Grundmuster, das ich häufig vorfinde. Die Probleme und kleinen Widersprüche bei den Vorträgen werden systematisch herausgefiltert und messerscharf analysiert. In dieser Hinsicht haben wir es zu wahrer Meisterschaft gebracht. Nichts geht in diesem Bereich unerkannt durch. Das gleiche Verhaltensmuster erleben wir bei WDP in den Workshops immer wieder (www.wdpmc.ch/Publikationen.html). Natürlich ist es wichtig, dass Schwierigkeiten lokalisiert, Ungereimtheiten aufgedeckt werden. Aber dürfen wir uns in dieser problemanalysierenden Position allzu gemütlich einrichten?
Wie sieht es mit der Begeisterung für neue Markt- und Produktideen aus? Wie viel Enthusiasmus bringen wir für innovative unternehmerische Ansätze auf? Das ist meiner Meinung nach der eigentliche Rohstoff für prosperierende Unternehmen und Wirtschaftswachstum, welches wir Europäer seit Jahren so sehr herbeisehnen. Hier sind die Fertigkeiten weit weniger ausgebildet. Mit unserer verbreiteten problemorientierten Sicht- und Vorgehensweise verlieren wir jene Energie, die wir für kräftige Begeisterungsschübe so nötig hätten. Leider hat sich diese Grundhaltung zwischenzeitlich in der Kultur vieler Unternehmen in beunruhigender Weise verfestigt. Mitarbeiter, die mit grosser Begeisterung für die vorhandenen potentiellen Möglichkeiten kräftig nach vorne stürmen möchten, werden zurückgebunden. Sie werden zum kulturellen Fremdkörper. Die Folgen solcher Konstellationen sind fatal. Der kreative Mitarbeiter, die offensiv agierende Mitarbeiterin werden zu Aussenseitern, resignieren, werden ausgeschieden oder verabschieden sich selbst. Viele leben diesen Drang dann in ihrer Freizeit bei Extremsportarten aus, welche zurzeit in Europa wohl nicht zufällig boomen.
Wir sollten in unseren politischen und wirtschaftlichn Gremien weniger über alle möglichen und unmöglichen finanz- und fiskalpolitischen Rezepte zur Belebung unserer Volkswirtschaften diskutieren. Vielmehr muss es meiner Meinung nach darum gehen, die bereits erwähnten hemmenden Kräfte nicht über Gebühr zu kultivieren, sondern die frei werdenden Energien auf Innovationen zu fokussieren.
Wie befriedigend ist es doch zu erkennen, dass überdurchschnittliche berufliche Anstrengungen endlich Früchte tragen. Die Genugtuung wird grösser sein, wenn es uns gelingt nicht bloss defensiv Besitzstände zu wahren, sondern uns offensiv neue Geschäftsfelder und –modelle zu erobern. Es muss in Politik und Wirtschaft eine Kultur gefördert werden wie im Sport: Nicht Verteidigung, sondern Angriff; nicht Besserwissen, sondern Bessermachen.
Das ist meiner Meinung nach das Fundament für den nachhaltigen Aufschwung. Und im Rahmen einer derartigen Aufbruchstimmung kommt der Rest fast von selbst.
In den jeweiligen Diskussionen zeigte sich ein Grundmuster, das ich häufig vorfinde. Die Probleme und kleinen Widersprüche bei den Vorträgen werden systematisch herausgefiltert und messerscharf analysiert. In dieser Hinsicht haben wir es zu wahrer Meisterschaft gebracht. Nichts geht in diesem Bereich unerkannt durch. Das gleiche Verhaltensmuster erleben wir bei WDP in den Workshops immer wieder (www.wdpmc.ch/Publikationen.html). Natürlich ist es wichtig, dass Schwierigkeiten lokalisiert, Ungereimtheiten aufgedeckt werden. Aber dürfen wir uns in dieser problemanalysierenden Position allzu gemütlich einrichten?
Wie sieht es mit der Begeisterung für neue Markt- und Produktideen aus? Wie viel Enthusiasmus bringen wir für innovative unternehmerische Ansätze auf? Das ist meiner Meinung nach der eigentliche Rohstoff für prosperierende Unternehmen und Wirtschaftswachstum, welches wir Europäer seit Jahren so sehr herbeisehnen. Hier sind die Fertigkeiten weit weniger ausgebildet. Mit unserer verbreiteten problemorientierten Sicht- und Vorgehensweise verlieren wir jene Energie, die wir für kräftige Begeisterungsschübe so nötig hätten. Leider hat sich diese Grundhaltung zwischenzeitlich in der Kultur vieler Unternehmen in beunruhigender Weise verfestigt. Mitarbeiter, die mit grosser Begeisterung für die vorhandenen potentiellen Möglichkeiten kräftig nach vorne stürmen möchten, werden zurückgebunden. Sie werden zum kulturellen Fremdkörper. Die Folgen solcher Konstellationen sind fatal. Der kreative Mitarbeiter, die offensiv agierende Mitarbeiterin werden zu Aussenseitern, resignieren, werden ausgeschieden oder verabschieden sich selbst. Viele leben diesen Drang dann in ihrer Freizeit bei Extremsportarten aus, welche zurzeit in Europa wohl nicht zufällig boomen.
Wir sollten in unseren politischen und wirtschaftlichn Gremien weniger über alle möglichen und unmöglichen finanz- und fiskalpolitischen Rezepte zur Belebung unserer Volkswirtschaften diskutieren. Vielmehr muss es meiner Meinung nach darum gehen, die bereits erwähnten hemmenden Kräfte nicht über Gebühr zu kultivieren, sondern die frei werdenden Energien auf Innovationen zu fokussieren.
Wie befriedigend ist es doch zu erkennen, dass überdurchschnittliche berufliche Anstrengungen endlich Früchte tragen. Die Genugtuung wird grösser sein, wenn es uns gelingt nicht bloss defensiv Besitzstände zu wahren, sondern uns offensiv neue Geschäftsfelder und –modelle zu erobern. Es muss in Politik und Wirtschaft eine Kultur gefördert werden wie im Sport: Nicht Verteidigung, sondern Angriff; nicht Besserwissen, sondern Bessermachen.
Das ist meiner Meinung nach das Fundament für den nachhaltigen Aufschwung. Und im Rahmen einer derartigen Aufbruchstimmung kommt der Rest fast von selbst.
Die Wirtschaft entfernt sich vom Bürger
In der westlichen Welt und insbesondere den hoch entwickelten Volkswirtschaften machen sich immer mehr Symptome bemerkbar, dass sich die Wirtschaft vom Bürger entfernt. So erfüllt sie die wichtige Grundaufgabe, vor allem der breiten Masse durch die geldwerten Entschädigungen zu den materiellen Gütern des täglichen Bedarfs zu verhelfen, immer weniger. Dies ist bedenklich. Vor allem auch deshalb, weil wir durchaus die Möglichkeit besitzen, mit innovativen Geschäfts- und Arbeitsmodellen ein harmonisierteres und ergonomischeres berufliches Tun erreichen zu können.
Um dies zu verdeutlichen, möchte ich meine Überlegungen in den historischen Kontext stellen. Das Handwerk im Mittelalter war bezüglich Ergonomie kein Paradies. Zwar bestand eine Harmonie zwischen Familie, Heim und Arbeit. Die Familien hatten die Möglichkeit, das arbeitende Familienmitglied in seinem Beruf aus der Nähe zu begleiten, konnten ihm bei Bedarf zur Hand gehen. Das Grundverständnis für Anforderungen, Notwendigkeiten und Zwänge des handwerklichen Tuns war in der Gemeinschaft vorhanden.
Mit der Industrialisierung wurden die Menschen gezwungen, aus Gründen der Wirtschaftlichkeit resp. Wettbewerbsfähigkeit und natürlich dem ungehemmten Gewinnstreben des Manchestertums, sich an den Ort der Produktion zu begeben. Die Maschinen gaben den Takt des Arbeitsprozesses vor. Webmaschine und Fliessband bestimmten hartnäckig und unbarmherzig das Arbeitstempo.
Auf das Fliessband folgten erfolgreiche Pilotversuche mit Arbeitsgruppen und Teams, die gewisse Prozessfolgen oder sogar den gesamten Prozessablauf gemeinsam abwickelten. Qualität und Produktivität liessen sich in vielen Fällen steigern, die Arbeitszufriedenheit verbesserte sich. Aber der Mensch ist stets an die Produktionsmittel gebunden geblieben, die Produktionsmittel haben ihn noch nie begleitet. Während dies für die industriellen Arbeitsprozesse wohl noch für einige Zeit so bleiben dürfte, eröffnen sich mit den drahtlos funktionierenden Arbeitsgeräten ganz neue Möglichkeiten in Führung und Administration.
Unter der Voraussetzung, dass die technisch vorhandenen und weitgehend ausgereiften Elemente des Mobile Business verlässlich funktionieren, stehen wir in ergonomischer Hinsicht vor einer revolutionären Entwicklung. Für die administrativen Tätigkeiten ist dies mit den grossen Umbrüchen in der industriellen Fertigung zu vergleichen.
Was tun wir aber mit diesen vielversprechenden Möglichkeiten? Die Führungskräfte konzentrieren sich (zu) stark auf verwaltende Tätigkeiten. Zudem hindert das hektische Tagesgechäft sie daran, sich umsichtig mit den wichtigen Aspekten von Innovationen aus Managementsicht heraus auseinander zu setzen (siehe www.wdpmc.ch/HeadlineMobBusin.html). Die vielen potenziell interessanten neuen Geschäftsmodelle mit erheblichem Entwicklungspotential werden kaum genutzt. Der daraus resultierende Mehrwert und die damit verbundenen Wachstumsimpulse überlassen wir asiatischen Volkswirtschaften (siehe dazu auch www.wdpmc.ch/Publikationen.html). Wir verlieren mehr und mehr die Fähigkeit, die vorhandenen Technologien in tragfähige Geschäftsmodelle umzusetzen.
Wir kommen nicht darum herum, Menschen mit der Bereitschaft, sich für innovative Geschäftsideen leidenschaftlich einzusetzen, gezielter zu fördern. Sie sind die Zugpferde, die wir brauchen, um die vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen und die Wirtschaft wieder näher zum Bürger zu bringen. In deren Sog werden dann auch die dringend benötigten Arbeitsplätze für breite Bevölkerungsschichten geschaffen. Im Bewahren und Verwalten von Bestehendem allein kann unser Heil nicht liegen.
Um dies zu verdeutlichen, möchte ich meine Überlegungen in den historischen Kontext stellen. Das Handwerk im Mittelalter war bezüglich Ergonomie kein Paradies. Zwar bestand eine Harmonie zwischen Familie, Heim und Arbeit. Die Familien hatten die Möglichkeit, das arbeitende Familienmitglied in seinem Beruf aus der Nähe zu begleiten, konnten ihm bei Bedarf zur Hand gehen. Das Grundverständnis für Anforderungen, Notwendigkeiten und Zwänge des handwerklichen Tuns war in der Gemeinschaft vorhanden.
Mit der Industrialisierung wurden die Menschen gezwungen, aus Gründen der Wirtschaftlichkeit resp. Wettbewerbsfähigkeit und natürlich dem ungehemmten Gewinnstreben des Manchestertums, sich an den Ort der Produktion zu begeben. Die Maschinen gaben den Takt des Arbeitsprozesses vor. Webmaschine und Fliessband bestimmten hartnäckig und unbarmherzig das Arbeitstempo.
Auf das Fliessband folgten erfolgreiche Pilotversuche mit Arbeitsgruppen und Teams, die gewisse Prozessfolgen oder sogar den gesamten Prozessablauf gemeinsam abwickelten. Qualität und Produktivität liessen sich in vielen Fällen steigern, die Arbeitszufriedenheit verbesserte sich. Aber der Mensch ist stets an die Produktionsmittel gebunden geblieben, die Produktionsmittel haben ihn noch nie begleitet. Während dies für die industriellen Arbeitsprozesse wohl noch für einige Zeit so bleiben dürfte, eröffnen sich mit den drahtlos funktionierenden Arbeitsgeräten ganz neue Möglichkeiten in Führung und Administration.
Unter der Voraussetzung, dass die technisch vorhandenen und weitgehend ausgereiften Elemente des Mobile Business verlässlich funktionieren, stehen wir in ergonomischer Hinsicht vor einer revolutionären Entwicklung. Für die administrativen Tätigkeiten ist dies mit den grossen Umbrüchen in der industriellen Fertigung zu vergleichen.
Was tun wir aber mit diesen vielversprechenden Möglichkeiten? Die Führungskräfte konzentrieren sich (zu) stark auf verwaltende Tätigkeiten. Zudem hindert das hektische Tagesgechäft sie daran, sich umsichtig mit den wichtigen Aspekten von Innovationen aus Managementsicht heraus auseinander zu setzen (siehe www.wdpmc.ch/HeadlineMobBusin.html). Die vielen potenziell interessanten neuen Geschäftsmodelle mit erheblichem Entwicklungspotential werden kaum genutzt. Der daraus resultierende Mehrwert und die damit verbundenen Wachstumsimpulse überlassen wir asiatischen Volkswirtschaften (siehe dazu auch www.wdpmc.ch/Publikationen.html). Wir verlieren mehr und mehr die Fähigkeit, die vorhandenen Technologien in tragfähige Geschäftsmodelle umzusetzen.
Wir kommen nicht darum herum, Menschen mit der Bereitschaft, sich für innovative Geschäftsideen leidenschaftlich einzusetzen, gezielter zu fördern. Sie sind die Zugpferde, die wir brauchen, um die vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen und die Wirtschaft wieder näher zum Bürger zu bringen. In deren Sog werden dann auch die dringend benötigten Arbeitsplätze für breite Bevölkerungsschichten geschaffen. Im Bewahren und Verwalten von Bestehendem allein kann unser Heil nicht liegen.
Kostensenkungs-Management als Must für Industrie und Dienstleistung
Die Herausforderung
Der Innovationsdruck macht nicht bei Produkten und Services halt. Er erfasst sämtliche Prozesse, welche zunehmend digitalisiert werden. Dies eröffnet Kostensenkungspotentiale, die jedoch in vielen Fällen erst mit kooperativen Modellen voll ausgeschöpft werden können. Der neue Trend heisst „Open Innovation“ – das heisst das gemeinsame Entwickeln von Prozessinnovationen. Zentrale Services entlang der Wertschöpfungskette eröffnen eine neue Dimension der Effizienz der Leistungserstelltung.
Am Horizont taucht in klaren Konturen ein neuer Schub für die Automation der Prozesse auf. Es handelt sich dabei um die Perspektiven der RFID-Technologie (Funketiketten). Treibende Kraft sind hier unter anderem Warenhauskonzerne wie Wal-Mart und Metro, die es sich zum Ziel gesetzt haben, innerhalb von spätestens 15 Jahren sämtliche Prozesse unter Einsatz dieser neuen Technologien zu automatisieren. Grossunternehmen in der Konsumgüter- und Telekomindustrie wollen nachziehen. Tausende von Arbeitsplätzen können gemäss deren Auffassung in den Logistikketten eingespart und für Kundenberatungs- und Betreuungsfunktionen freigespielt werden. Was vor Jahren in der Automobilindustrie bereits stattgefunden hat wiederholt sich nun hier. Mächtige Taktgeber der Entwicklung zwingen die mit ihnen verbundenen vor- und nachgelagerten Partner, sich an deren Entwicklung anzupassen. Wer sich mit dem richtigen Timing einklinkt, stärkt seine Wettbewerbsposition.
Unter diesen Rahmenbedingungen wird ein professionelles Kostensenkungs-Management zu einem absoluten Muss.
Konkrete Ansätze für Kostensenkungen
Den Unternehmen bietet sich ein breites Spektrum von Ansätzen für Kostensenkungen. Dieses wird je nach strategischer Ausrichtung und vorhandener Kundenstruktur eine stark unternehmensspezifische Ausprägung aufweisen. Die potentiell im Vordergrund stehenden Handlungsfelder sind die Folgenden:
Der Innovationsdruck macht nicht bei Produkten und Services halt. Er erfasst sämtliche Prozesse, welche zunehmend digitalisiert werden. Dies eröffnet Kostensenkungspotentiale, die jedoch in vielen Fällen erst mit kooperativen Modellen voll ausgeschöpft werden können. Der neue Trend heisst „Open Innovation“ – das heisst das gemeinsame Entwickeln von Prozessinnovationen. Zentrale Services entlang der Wertschöpfungskette eröffnen eine neue Dimension der Effizienz der Leistungserstelltung.
Am Horizont taucht in klaren Konturen ein neuer Schub für die Automation der Prozesse auf. Es handelt sich dabei um die Perspektiven der RFID-Technologie (Funketiketten). Treibende Kraft sind hier unter anderem Warenhauskonzerne wie Wal-Mart und Metro, die es sich zum Ziel gesetzt haben, innerhalb von spätestens 15 Jahren sämtliche Prozesse unter Einsatz dieser neuen Technologien zu automatisieren. Grossunternehmen in der Konsumgüter- und Telekomindustrie wollen nachziehen. Tausende von Arbeitsplätzen können gemäss deren Auffassung in den Logistikketten eingespart und für Kundenberatungs- und Betreuungsfunktionen freigespielt werden. Was vor Jahren in der Automobilindustrie bereits stattgefunden hat wiederholt sich nun hier. Mächtige Taktgeber der Entwicklung zwingen die mit ihnen verbundenen vor- und nachgelagerten Partner, sich an deren Entwicklung anzupassen. Wer sich mit dem richtigen Timing einklinkt, stärkt seine Wettbewerbsposition.
Unter diesen Rahmenbedingungen wird ein professionelles Kostensenkungs-Management zu einem absoluten Muss.
Konkrete Ansätze für Kostensenkungen
Den Unternehmen bietet sich ein breites Spektrum von Ansätzen für Kostensenkungen. Dieses wird je nach strategischer Ausrichtung und vorhandener Kundenstruktur eine stark unternehmensspezifische Ausprägung aufweisen. Die potentiell im Vordergrund stehenden Handlungsfelder sind die Folgenden:
- Prozesse innerhalb des Unternehmens
- Einbindung von Lieferanten und Kunden
- Innovative Strukturen und Ge-schäftsmodelle
- Konsequent gemeinsam entwickelte Services nutzen
- Engere Zusammenarbeit im Sinne der „Open Innovation“
- Einkaufs-, Produktions- und Vertriebspotentiale gemeinsam nutzen
So ist es zum Beispiel möglich:
- die Prozessstufen für ein breites Tätigkeitsspektrum dank konsequenter Digitalisierung auf einheitlicher Basis mit einer deutlich verbesserten Kosten-Nutzen-relation abzuwickeln;
- die Lieferanten und Kunden über Plattformen und intelligente Services mit neuen Schnittstellen der Zusammenarbeit akti-ver und direkter in die Wertschöpfungsketten einzubinden;
- mit innovativen Geschäftsmodellen unter Kooperation mit Wettbewerbern eine Konzentration auf die Kerngeschäfte her-beizuführen;
- unter Einschluss von prozessorientierten, zentralen Services im kooperativen Netzwerkverbund eine neue Dimension der Produktivität bei der Leistungserstellung zu erzielen;
- die Einkaufs-, Produktions- und Vertriebspotentiale zu poolen und künftig gemeinsam zu nutzen.
Kurz-, mittel und langfristig bewegen sich die Kostensenkungspotentiale in einer Grössenordnung, die einen ROI der eingeleiteten Massnahmen von unter einem Jahr gewährleistet.
Vorgehen und angewandte Methoden
Das Vorgehen wird durch unseren soliden Erfahrungshintergrund massgeblich geprägt. Wir sind in der Lage als unbefangener, neutraler Aussenstehender mit einer überdurchschnittlichen Wirtschaftlichkeit und Qualität derartige Projekte zusammen mit einem Team des Auftraggebers abzuwickeln. Dabei passen wir uns stets der speziellen Ausgangslage des Unterneh-mens an.
Ein standardmässiges Vorgehen kann wie folgt aussehen:
Vorgehen und angewandte Methoden
Das Vorgehen wird durch unseren soliden Erfahrungshintergrund massgeblich geprägt. Wir sind in der Lage als unbefangener, neutraler Aussenstehender mit einer überdurchschnittlichen Wirtschaftlichkeit und Qualität derartige Projekte zusammen mit einem Team des Auftraggebers abzuwickeln. Dabei passen wir uns stets der speziellen Ausgangslage des Unterneh-mens an.
Ein standardmässiges Vorgehen kann wie folgt aussehen:
- Fachgespräche mit den Prozessverantwortlichen
- Analyse ausgewählter Prozesse und Strukturen
- Aufzeigen der Kostensenkungspotentiale
- Besprechung der Ergebnisse
- Festlegung der sachlichen und zeitlichen Prioritäten, Massnahmen und Kostensenkungspotentiale
- Finanzpläne, Projektmanagement und Controlling
- Umsetzungsbegleitung nach Bedarf.
Unternehmerisches Denken und Handeln schulen
Es fehlt in Europa nicht an intelligenten, gut ausgebildeten MitarbeiternInnen. Es fehlt auch nicht an zukunftsträchtigen Geschäftsideen. Wir leiden vielmehr – dies sowohl in der Berufs- wie der Hochschulausbildung – an einem Mangel an Menschen mit unternehmerisch orientierter Grundausbildung, die in der Lage sind, Erfolg versprechende Geschäftsmodelle umzusetzen.
1. Die Herausforderung
Seit Jahren verläuft das Wirtschaftswachstum in Europa schleppend. Es ist bereits zum Ritual geworden, den optimistischen Wachstumsprognosen zu Jahresbeginn bald einmal Korrekturen nach unten folgen zu lassen.
Die Gründe für diese Wachstumsschwäche sind vielfältig. Es bedarf unserer Ansicht nach neben den traditionellen, auch neuer Ansätze zur Bekämpfung derselben. Wir müssen uns Strategien für mehr Wachstum, neue Geschäftsmodelle und unternehmerische Erfolge zurechtlegen, die im Rahmen des globalen Wettbewerbs tragend sind. Hierzu gibt es kein Patentrezept. Wichtig ist es, einen Prozess einzuleiten, der eine der entscheidenden Schwachstellen für eine dynamischere Wirtschaftsentwicklung beseitigt.
Dazu die folgenden Zahlen: Über vierzig Prozent der berufstätigen Bevölkerung sind rein verwaltend-bewahrend tätig; weitere dreissig Prozent rein ausführend gestützt auf Führungsanweisungen. Kaum dreissig Prozent benötigen für ihr berufliches Wirken unternehmerisches Denken. Unternehmerisches Denken ist wirtschaftlich orientiertes Handeln mit der Zielsetzung, Handlungsspielräume zu nutzen und Ressourcen neu zu allokieren, um sich neue Marktchancen zu erschliessen. Dazu gehört stets auch eine besondere Risikobereitschaft.
2. Was muss getan werden?
Es müssen auf zwei Ebenen wesentliche Veränderungsprozesse in Gang gesetzt werden:
1. Die Herausforderung
Seit Jahren verläuft das Wirtschaftswachstum in Europa schleppend. Es ist bereits zum Ritual geworden, den optimistischen Wachstumsprognosen zu Jahresbeginn bald einmal Korrekturen nach unten folgen zu lassen.
Die Gründe für diese Wachstumsschwäche sind vielfältig. Es bedarf unserer Ansicht nach neben den traditionellen, auch neuer Ansätze zur Bekämpfung derselben. Wir müssen uns Strategien für mehr Wachstum, neue Geschäftsmodelle und unternehmerische Erfolge zurechtlegen, die im Rahmen des globalen Wettbewerbs tragend sind. Hierzu gibt es kein Patentrezept. Wichtig ist es, einen Prozess einzuleiten, der eine der entscheidenden Schwachstellen für eine dynamischere Wirtschaftsentwicklung beseitigt.
Dazu die folgenden Zahlen: Über vierzig Prozent der berufstätigen Bevölkerung sind rein verwaltend-bewahrend tätig; weitere dreissig Prozent rein ausführend gestützt auf Führungsanweisungen. Kaum dreissig Prozent benötigen für ihr berufliches Wirken unternehmerisches Denken. Unternehmerisches Denken ist wirtschaftlich orientiertes Handeln mit der Zielsetzung, Handlungsspielräume zu nutzen und Ressourcen neu zu allokieren, um sich neue Marktchancen zu erschliessen. Dazu gehört stets auch eine besondere Risikobereitschaft.
2. Was muss getan werden?
Es müssen auf zwei Ebenen wesentliche Veränderungsprozesse in Gang gesetzt werden:
- MitarbeiterInnen: Ausgerichtet auf die jeweiligen Tätigkeitsfelder gilt es unternehmerisches Denken und Handeln zu schulen.
- Unternehmen: Führung und Organisation sind anzupassen, damit das unternehmerische Verhalten im All-tag geübt werden kann.
Bei dieser praxisorientierten Schulung fliessen Erkenntnisse der Verhaltenspsychologie wie auch der prakti-schen Unternehmensführung mit ein.
3. Was wir für Sie leisten können
Gemeinsam mit einem Team aus Ihrem Unternehmen bieten wir Ihnen eine umfassende, massge-schneiderte Unterstützung für die Initiierung und Umsetzung des unternehmerischen Denkens und Handelns. Wir erreichen dadurch eine Win-Win-Konstellation für Unternehmen und MitarbeiterInnen.
Für Ihr Unternehmen legen Sie damit eine wichtige Grundlage für den unternehmerischen Erfolg in einem immer komplexer werdenden Wettbewerbsumfeld. Gleichzeitig verschaffen Sie sich einen nachhaltigen und nicht kopierbaren Wettbewerbsvorteil.
Ihre MitarbeiterInnen werden selbständiger. Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft nehmen zu und das Selbstvertrauen wird gesteigert.
Wir entwickeln für Sie mittelfristig orientierte Ausbildungs- und Schulungsprogramme unter Einschluss von eLearnigmethoden, dokumentieren diese, trainieren die Lehrkräfte und betreuen den gesamten Prozess.
In Zusammenarbeit mit einem Team Ihres Unternehmens werden führungsmässige und organisatorische Anpassungsmassnahmen erarbeitet und umgesetzt. Das Spektrum derselben kann von ausgewählten prozessbegleitenden Massnahmen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen gehen.
3. Was wir für Sie leisten können
Gemeinsam mit einem Team aus Ihrem Unternehmen bieten wir Ihnen eine umfassende, massge-schneiderte Unterstützung für die Initiierung und Umsetzung des unternehmerischen Denkens und Handelns. Wir erreichen dadurch eine Win-Win-Konstellation für Unternehmen und MitarbeiterInnen.
Für Ihr Unternehmen legen Sie damit eine wichtige Grundlage für den unternehmerischen Erfolg in einem immer komplexer werdenden Wettbewerbsumfeld. Gleichzeitig verschaffen Sie sich einen nachhaltigen und nicht kopierbaren Wettbewerbsvorteil.
Ihre MitarbeiterInnen werden selbständiger. Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft nehmen zu und das Selbstvertrauen wird gesteigert.
Wir entwickeln für Sie mittelfristig orientierte Ausbildungs- und Schulungsprogramme unter Einschluss von eLearnigmethoden, dokumentieren diese, trainieren die Lehrkräfte und betreuen den gesamten Prozess.
In Zusammenarbeit mit einem Team Ihres Unternehmens werden führungsmässige und organisatorische Anpassungsmassnahmen erarbeitet und umgesetzt. Das Spektrum derselben kann von ausgewählten prozessbegleitenden Massnahmen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen gehen.
Prozessbegleitende Informations- und Lernsysteme - die neue Dimension des Learning by doing
*Dr. Andreas Würgler
Was bisher bereits zu den SW-Programmen als Hilfen abgerufen werden konnte, wird bald ganz selbstverständlich auch zu den einzelnen Prozessschritten angeboten. Die Möglichkeit, integriert in den Workflow nach Schlagworten Informationen zu einem Themenbereich abzurufen oder innerhalb von festgelegten Communities mittels Fragestellungen um Unterstützung zu bitten, führt zu einer ganz neuen Bedeutung für das Learning by doing.
Ausgangslage und Lösungsansatz
Heute wird von der lebenslangen Fortbildung gesprochen. Der Besuch von Kursen, Seminaren oder Workshops vermittelt neue Kenntnisse, regt unsere Phantasie und Kreativität an, verwickelt uns in Diskussionen mit anderen Menschen oder offenbart uns die Einsicht, dass wir mit Schwierigkeiten und Problemstellungen nicht alleine stehen. Das ist die eine wichtige Möglichkeit sich den rasch wandelnden Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Es zeichnet sich jetzt allerdings ab, dass wir uns zusätzlich dazu eine moderne Variante des Learning by doing zu Nutze machen und damit unsere Fachkompetenz massiv ausdehnen können. Unter Einsatz von gängiger Standardsoftware ist es möglich, die Prozessketten begleitende Informationen bereitzustellen. Auftauchende Fragen bei den Bearbeitungsprozessen lassen sich in der Phase der direkten Betroffenheit in einen Schlagwortkatalog eingeben. Die Antworten werden in Form von kurzen Erläuterungen, Empfehlungen, Handlungsanweisungen, Hinweisen auf Fachartikel usw. sofort gefunden. Ist noch kein Schlagwort vorhanden, dann stellen wir einer festgelegten Community gezielte Fragen. Dies verbunden mit der Bitte, vor dem Hintergrund der vorhandenen Erfahrungen Hilfestellung zu leisten.
Learning by doing – dieser Ausdruck ist von Baron Robert Stephenson Smyth geprägt worden. Der Mann ist unter dem Namen Baden-Powell besser bekannt und wie die Pfadfinder versetzen uns die neuen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung am Arbeitsplatz nun in den Status: allzeit bereit. Business Intelligence-Tools lassen uns Informationen zu Themen abrufen, welche uns bei der Abwicklung unserer Aufgaben unmittelbar beschäftigen. Als Ergänzung kann der Appell an ArbeitskollegInnen dienen, die über einen entsprechenden Erfahrungshintergrund verfügen und spontan ihre Unterstützung anbieten können.
Investitionsarmes Projekt mit vielfältigem Wirkungsspektrum
Das Projekt ist in technischer Hinsicht nicht anspruchsvoll. Eine Reihe von standardmässig verfügbaren Business Intelligence-Tools sowie Weblog-SW vermögen den gestellten Anforderungen zu genügen. Werden bei der konzeptionellen Gestaltung und der Umsetzung die entsprechenden Erfahrungswerte aus Führungssystemen und Medienbereich entsprechend berücksichtigt, so ist auch diese Herausforderung gut zu bewältigen. Allerdings – die Inhalte sind stets unternehmensspezifisch geprägt. Es gibt daher her keine Lösung von der Stange. Auch die Wartung darf nicht zu kurz kommen, da sich der potentiell vorhandene Nutzen sonst nicht realisieren lässt.
Eine entsprechende Identifikation bei den Prozessownern und eine angemessene Pflege vorausgesetzt, weisen derartige Projekte ein breites Wirkungsspektrum verbunden mit einer überaus interessanten Kosten-Nutzenrelation auf. Auch die potentiellen Nachteile des E-Learnings bestehend aus einem Mangel an sozialen Bindungen sowie der Gefahr von Missdeutungen von Inhalten machen sich kaum bemerkbar. Zudem sind das Interesse und die subjektive Betroffenheit für die in Verbindung mit der Problemstellung gesuchten Informationen ausgeprägt gegeben. Dies begünstigt die Aufnahmefähigkeit der angebotenen Inhalte.
Des weiteren machen sich die positiven Effekte sowohl arbeitgeber- wie arbeitnehmerseitig bemerkbar. Das fördert eine zügige Nutzung derartiger Lösungen. Die wichtigsten Aspekte der prozessbegleitenden Informations- und Lernsysteme seien zum besseren Verständnis nachstehend kurz erläutert.
Effizienzsteigerung und Schnelligkeit
Geschäftsprozesse werden heute in der Regel hoch automatisiert von IKT-Lösungen begleitet. Untersuchungen haben allerdings aufgezeigt, dass es immer wieder Fälle zu bearbeiten gibt, die den 7- bis 10fachen Aufwand gegenüber dem Normalfall verursachen. Es handelt sich hierbei um Ausnahmen, Sonderfälle. Das bedeutet, dass entsprechende Informationen und Kenntnisse fehlen. Mühsame Nachfrage- und Suchprozesse, Störung der KollegenInnen, eine zögerliche Bearbeitung und Kundenreklamationen sind die Folge. Hier können die prozessbegleitenden Informationssysteme einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Effizienz leisten. Die schnelle Zugriffsmöglichkeit auf ein System mit helfenden Informationen aus dem Bearbeitungsprozess heraus vermindert die Wartezeiten, der Arbeitsfluss wird zügiger und erfolgt gleichmässiger.
Qualitätssteigerung und Lerneffekte
Die jederzeitige und überall vorhandene Möglichkeit zum Zugriff auf Erläuterungen und ergän-zende Informationen kann die Qualität der Geschäftsfallabwicklung wesentlich absichern. Zudem erhöht sich die Hemmschwelle, einen Geschäftsprozess auf Gutdünken hin und ohne vorherige Informationssicherheit abzuwickeln wesentlich.
Durch diesen Prozess der problemorientierten, sich aus den Geschäftsprozessen heraus ganz natürlich ergebenden Fragestellungen entsteht ein systemimmanenter Lernprozess. Dieser ist für das Aufgabenspektrum eines(r) MitarbeitersIn sehr ausgeprägt und überaus nachhaltig.
Gruppendynamik und Unternehmenskultur
Die Möglichkeit, sich mit Fragen und Problemen an eine festgelegte Community aus KollegenInnen zu richten, wirkt sich in gruppendynamischer Hinsicht positiv aus. Das gegenseitige Verständnis wird gefördert, eine kollegiale Grundhaltung gestärkt. Gemeinsam auch die schwierigen Fälle lösen zu können erhöht sowohl die Sach-, als auch die soziale Kompetenz. Das Team wird aufgewertet und erfahrene Mitglieder der Community erhalten die Chance, sich zu profilieren. Primus inter pares zu sein bringt Anerkennung und fördert den Wunsch aller, sich durch Hilfsbereitschaft und Wissen hervorzutun.
Diese positive gruppendynamische Konstellation kann allmählich auf die gesamte Unternehmenskultur übergehen. Zudem wird der natürliche Umgang mit Informtikmitteln geübt und als Selbstverständnis verinnerlicht. Die Widerstände gegen zweckmässige, wichtige Neuerungen nehmen ab und machen einer neugierig gespannten Erwartungshaltung platz.
Kundenzufriedenheit
Schliesslich und endlich profitiert von diesen veränderten Bedingungen vor allem der Kunde. Die erhöhte Reaktionsbereitschaft, die qualitativen Verbesserungen sowie die positiv gestimmte Belegschaft vermitteln ihm die Sicherheit kompetent betreut und bei diesem Unternehmen gut aufgehoben zu sein. Die Kundenbindung verstärkt sich. Die Perspektiven für ein Ansteigen des Auftragsvolumens sind gegeben.
*Dr. Andreas Würgler ist geschäftsführender Gesellschafter von WDP Projektmanagement, CH-4614 Hägendorf (E-Mail wuergler@wdpmc.ch /Homepage www.wdpmc.ch). Er befasst sich mit dem Aufbau von strategischen und operativen Führungs- und Informationssystemen. In seinem Fachbuch „Mobile Business für Manager“, Verlag Orell Füssli, befasst er sich zudem mit den Optionen mobiler Lösungen und Geschäftmodelle
Was bisher bereits zu den SW-Programmen als Hilfen abgerufen werden konnte, wird bald ganz selbstverständlich auch zu den einzelnen Prozessschritten angeboten. Die Möglichkeit, integriert in den Workflow nach Schlagworten Informationen zu einem Themenbereich abzurufen oder innerhalb von festgelegten Communities mittels Fragestellungen um Unterstützung zu bitten, führt zu einer ganz neuen Bedeutung für das Learning by doing.
Ausgangslage und Lösungsansatz
Heute wird von der lebenslangen Fortbildung gesprochen. Der Besuch von Kursen, Seminaren oder Workshops vermittelt neue Kenntnisse, regt unsere Phantasie und Kreativität an, verwickelt uns in Diskussionen mit anderen Menschen oder offenbart uns die Einsicht, dass wir mit Schwierigkeiten und Problemstellungen nicht alleine stehen. Das ist die eine wichtige Möglichkeit sich den rasch wandelnden Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Es zeichnet sich jetzt allerdings ab, dass wir uns zusätzlich dazu eine moderne Variante des Learning by doing zu Nutze machen und damit unsere Fachkompetenz massiv ausdehnen können. Unter Einsatz von gängiger Standardsoftware ist es möglich, die Prozessketten begleitende Informationen bereitzustellen. Auftauchende Fragen bei den Bearbeitungsprozessen lassen sich in der Phase der direkten Betroffenheit in einen Schlagwortkatalog eingeben. Die Antworten werden in Form von kurzen Erläuterungen, Empfehlungen, Handlungsanweisungen, Hinweisen auf Fachartikel usw. sofort gefunden. Ist noch kein Schlagwort vorhanden, dann stellen wir einer festgelegten Community gezielte Fragen. Dies verbunden mit der Bitte, vor dem Hintergrund der vorhandenen Erfahrungen Hilfestellung zu leisten.
Learning by doing – dieser Ausdruck ist von Baron Robert Stephenson Smyth geprägt worden. Der Mann ist unter dem Namen Baden-Powell besser bekannt und wie die Pfadfinder versetzen uns die neuen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung am Arbeitsplatz nun in den Status: allzeit bereit. Business Intelligence-Tools lassen uns Informationen zu Themen abrufen, welche uns bei der Abwicklung unserer Aufgaben unmittelbar beschäftigen. Als Ergänzung kann der Appell an ArbeitskollegInnen dienen, die über einen entsprechenden Erfahrungshintergrund verfügen und spontan ihre Unterstützung anbieten können.
Investitionsarmes Projekt mit vielfältigem Wirkungsspektrum
Das Projekt ist in technischer Hinsicht nicht anspruchsvoll. Eine Reihe von standardmässig verfügbaren Business Intelligence-Tools sowie Weblog-SW vermögen den gestellten Anforderungen zu genügen. Werden bei der konzeptionellen Gestaltung und der Umsetzung die entsprechenden Erfahrungswerte aus Führungssystemen und Medienbereich entsprechend berücksichtigt, so ist auch diese Herausforderung gut zu bewältigen. Allerdings – die Inhalte sind stets unternehmensspezifisch geprägt. Es gibt daher her keine Lösung von der Stange. Auch die Wartung darf nicht zu kurz kommen, da sich der potentiell vorhandene Nutzen sonst nicht realisieren lässt.
Eine entsprechende Identifikation bei den Prozessownern und eine angemessene Pflege vorausgesetzt, weisen derartige Projekte ein breites Wirkungsspektrum verbunden mit einer überaus interessanten Kosten-Nutzenrelation auf. Auch die potentiellen Nachteile des E-Learnings bestehend aus einem Mangel an sozialen Bindungen sowie der Gefahr von Missdeutungen von Inhalten machen sich kaum bemerkbar. Zudem sind das Interesse und die subjektive Betroffenheit für die in Verbindung mit der Problemstellung gesuchten Informationen ausgeprägt gegeben. Dies begünstigt die Aufnahmefähigkeit der angebotenen Inhalte.
Des weiteren machen sich die positiven Effekte sowohl arbeitgeber- wie arbeitnehmerseitig bemerkbar. Das fördert eine zügige Nutzung derartiger Lösungen. Die wichtigsten Aspekte der prozessbegleitenden Informations- und Lernsysteme seien zum besseren Verständnis nachstehend kurz erläutert.
Effizienzsteigerung und Schnelligkeit
Geschäftsprozesse werden heute in der Regel hoch automatisiert von IKT-Lösungen begleitet. Untersuchungen haben allerdings aufgezeigt, dass es immer wieder Fälle zu bearbeiten gibt, die den 7- bis 10fachen Aufwand gegenüber dem Normalfall verursachen. Es handelt sich hierbei um Ausnahmen, Sonderfälle. Das bedeutet, dass entsprechende Informationen und Kenntnisse fehlen. Mühsame Nachfrage- und Suchprozesse, Störung der KollegenInnen, eine zögerliche Bearbeitung und Kundenreklamationen sind die Folge. Hier können die prozessbegleitenden Informationssysteme einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Effizienz leisten. Die schnelle Zugriffsmöglichkeit auf ein System mit helfenden Informationen aus dem Bearbeitungsprozess heraus vermindert die Wartezeiten, der Arbeitsfluss wird zügiger und erfolgt gleichmässiger.
Qualitätssteigerung und Lerneffekte
Die jederzeitige und überall vorhandene Möglichkeit zum Zugriff auf Erläuterungen und ergän-zende Informationen kann die Qualität der Geschäftsfallabwicklung wesentlich absichern. Zudem erhöht sich die Hemmschwelle, einen Geschäftsprozess auf Gutdünken hin und ohne vorherige Informationssicherheit abzuwickeln wesentlich.
Durch diesen Prozess der problemorientierten, sich aus den Geschäftsprozessen heraus ganz natürlich ergebenden Fragestellungen entsteht ein systemimmanenter Lernprozess. Dieser ist für das Aufgabenspektrum eines(r) MitarbeitersIn sehr ausgeprägt und überaus nachhaltig.
Gruppendynamik und Unternehmenskultur
Die Möglichkeit, sich mit Fragen und Problemen an eine festgelegte Community aus KollegenInnen zu richten, wirkt sich in gruppendynamischer Hinsicht positiv aus. Das gegenseitige Verständnis wird gefördert, eine kollegiale Grundhaltung gestärkt. Gemeinsam auch die schwierigen Fälle lösen zu können erhöht sowohl die Sach-, als auch die soziale Kompetenz. Das Team wird aufgewertet und erfahrene Mitglieder der Community erhalten die Chance, sich zu profilieren. Primus inter pares zu sein bringt Anerkennung und fördert den Wunsch aller, sich durch Hilfsbereitschaft und Wissen hervorzutun.
Diese positive gruppendynamische Konstellation kann allmählich auf die gesamte Unternehmenskultur übergehen. Zudem wird der natürliche Umgang mit Informtikmitteln geübt und als Selbstverständnis verinnerlicht. Die Widerstände gegen zweckmässige, wichtige Neuerungen nehmen ab und machen einer neugierig gespannten Erwartungshaltung platz.
Kundenzufriedenheit
Schliesslich und endlich profitiert von diesen veränderten Bedingungen vor allem der Kunde. Die erhöhte Reaktionsbereitschaft, die qualitativen Verbesserungen sowie die positiv gestimmte Belegschaft vermitteln ihm die Sicherheit kompetent betreut und bei diesem Unternehmen gut aufgehoben zu sein. Die Kundenbindung verstärkt sich. Die Perspektiven für ein Ansteigen des Auftragsvolumens sind gegeben.
*Dr. Andreas Würgler ist geschäftsführender Gesellschafter von WDP Projektmanagement, CH-4614 Hägendorf (E-Mail wuergler@wdpmc.ch /Homepage www.wdpmc.ch). Er befasst sich mit dem Aufbau von strategischen und operativen Führungs- und Informationssystemen. In seinem Fachbuch „Mobile Business für Manager“, Verlag Orell Füssli, befasst er sich zudem mit den Optionen mobiler Lösungen und Geschäftmodelle
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